Zum Hauptinhalt springen

«Es handelt sich um eine klassische Strategie, die oft angewandt wird»

In Deutschland wird heftig über einen möglichen Kurswechsel gegenüber Griechenland gestritten: Korrespondent David Nauer zur Gemütslage in Berlin – und darüber hinaus.

Rupen Boyadjian
«Der grösste Teil des nominalen Wertes der öffentlichen Schulden muss abgeschrieben werden», fordert der Anführer des Linksbündnisses Syriza: Alexis Tsipras in Athen. (19. Juni 2014)
«Der grösste Teil des nominalen Wertes der öffentlichen Schulden muss abgeschrieben werden», fordert der Anführer des Linksbündnisses Syriza: Alexis Tsipras in Athen. (19. Juni 2014)
Yorgos Karahalis, Reuters
Der Euro macht dem südosteuropäischen Land Sorgen: Themenbild mit einer Münze der Gemeinschaftswährung auf der überfluteten Griechenland-Karte.
Der Euro macht dem südosteuropäischen Land Sorgen: Themenbild mit einer Münze der Gemeinschaftswährung auf der überfluteten Griechenland-Karte.
Reuters
Der «Grexit» ist eine Wortschöpfung aus dem Jahr 2012: Griechische Euromünze.
Der «Grexit» ist eine Wortschöpfung aus dem Jahr 2012: Griechische Euromünze.
Keystone
Der Austritt aus der Währungsunion wird mal durch Europa, mal durch Griechenland selbst als Drohung ausgestossen.
Der Austritt aus der Währungsunion wird mal durch Europa, mal durch Griechenland selbst als Drohung ausgestossen.
Keystone
Alexis Tsipras will eigentlich, dass Griechenland ein Euro-Mitglied bleibt. Allerdings verlangt er Konzessionen, ...
Alexis Tsipras will eigentlich, dass Griechenland ein Euro-Mitglied bleibt. Allerdings verlangt er Konzessionen, ...
Keystone
...die führende Europolitiker wie Wolfgang Schäuble rundweg ablehnen: Der deutsche Finanzminister an einem Eurogruppen-Meeting.
...die führende Europolitiker wie Wolfgang Schäuble rundweg ablehnen: Der deutsche Finanzminister an einem Eurogruppen-Meeting.
Keystone
1 / 8

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble halten einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone nun für verkraftbar, berichtete der «Spiegel» im Hinblick auf den möglichen Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza. Ein deutscher Regierungssprecher sagte später hingegen, es gäbe keine Kursänderung. Alles nur ein Sturm im Wasserglas?

Bis zu einem gewissen Grad ja. Denn es handelt sich um ein Ereignis, das nur vielleicht in der Zukunft eintritt. Es ist ja nicht sicher, ob Syriza die griechischen Wahlen überhaupt gewinnt, und es ist auch nicht gesagt, dass eine allfällige linke Regierung die europäischen Abmachungen in Sachen Finanzhilfen tatsächlich bricht. Es ist also in dieser Hinsicht eine sehr theoretische Diskussion – typisch für den deutschen Politikbetrieb.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen