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«Es ist der Versuch einer Provokation»

Der EU-Beitrittskandidat Serbien umwirbt den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Balkankenner Florian Bieber erklärt, was Belgrad und Moskau bewegt.

Rupen Boyadjian
Besuch beim «slawischen Bruder»: Der russische Präsident Wladimir Putin beim Abschreiten der Ehrengarde nach seiner Ankunft in Belgrad. (16. Oktober 2014)
Besuch beim «slawischen Bruder»: Der russische Präsident Wladimir Putin beim Abschreiten der Ehrengarde nach seiner Ankunft in Belgrad. (16. Oktober 2014)
Darko Vojinovic, Keystone
Schweres Geschütz: Serbische Panzer während der Militärparade. (16. Oktober 2014)
Schweres Geschütz: Serbische Panzer während der Militärparade. (16. Oktober 2014)
AP Photo/Marko Drobnjakovic, Keystone
Parade im Regen: Putin wohnt in Belgrad einer Militärparade bei zum 70. Jahrestag der Befreiung der Hauptstadt Serbiens von der Nazibesetzung. Die Parade wurde allerdings vier Tage vorverlegt, damit Putin daran teilnehmen konnte.
Parade im Regen: Putin wohnt in Belgrad einer Militärparade bei zum 70. Jahrestag der Befreiung der Hauptstadt Serbiens von der Nazibesetzung. Die Parade wurde allerdings vier Tage vorverlegt, damit Putin daran teilnehmen konnte.
Reuters
Die Inszenierung der zwischenstaatlichen Beziehung dient der serbischen Regierung auch der Beschwichtigung der lokalen Nationalisten: Wladimir Putin (Mitte) und der Präsident Serbiens, Tomislav Nikolic, schreiten die Ehrengarde ab.
Die Inszenierung der zwischenstaatlichen Beziehung dient der serbischen Regierung auch der Beschwichtigung der lokalen Nationalisten: Wladimir Putin (Mitte) und der Präsident Serbiens, Tomislav Nikolic, schreiten die Ehrengarde ab.
Vasily Maximov/Pool, Keystone
Auch der Besuch einer Gedenkstätte für die Helden des Ersten Weltkriegs stand auf dem Programm.
Auch der Besuch einer Gedenkstätte für die Helden des Ersten Weltkriegs stand auf dem Programm.
Djordje Kojadinovic, Reuters
«Es ist ein Schauplatz, auf dem Russland versuchen kann, das Leben für die EU etwas schwieriger zu gestalten», sagt der Historiker und Politologe Florian Graz: Wladimir Putin hält während seines Besuchs einer Militärparade eine Ansprache.
«Es ist ein Schauplatz, auf dem Russland versuchen kann, das Leben für die EU etwas schwieriger zu gestalten», sagt der Historiker und Politologe Florian Graz: Wladimir Putin hält während seines Besuchs einer Militärparade eine Ansprache.
Marko Djurica, Reuters
Russland investierte in Serbien vor allem in den Energiesektor. Gazprom baut die Gaspipeline South-Stream. Putin warnte in Belgrad vor möglichen Problemen der Gasversorgung Europas im Winter.
Russland investierte in Serbien vor allem in den Energiesektor. Gazprom baut die Gaspipeline South-Stream. Putin warnte in Belgrad vor möglichen Problemen der Gasversorgung Europas im Winter.
Darko Vojinovic, Keystone
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Serbien ist im Dilemma. Einerseits ist es EU-Beitrittskandidat, andererseits huldigen viele einer «slawischen Bruderschaft» mit Russland. Wie gross sind die Sympathien für Wladimir Putin?

Es gibt einerseits eine gewisse Grundsympathie gegenüber Russland und andererseits eine von der Regierung gepflegte Sympathie für Putin. Inwieweit sie eine Resonanz in der breiteren Bevölkerung hat, ist schwer zu bestimmen. Denn die Sympathie wird stark politisch inszeniert.

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