ETA-Anführer geht Polizei ins Netz

Mikel Irastorza war der ranghöchste ETA-Vertreter, nach dem zuletzt gefahndet wurde. Heute schlugen die Behörden in Frankreich zu.

Kämpfte für die Unabhängigkeit des Baskenlandes: Mikel Irastorza, hier während einer Pressekonferenz in San Sebastian im Oktober 2009.

Kämpfte für die Unabhängigkeit des Baskenlandes: Mikel Irastorza, hier während einer Pressekonferenz in San Sebastian im Oktober 2009. Bild: Keystone

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In Südfrankreich ist nach Angaben der spanischen Behörden einer der wichtigsten noch flüchtigen Anführer der baskischen Untergrundorganisation ETA festgenommen worden. Mikel Irastorza sei den Fahndern am Samstagmorgen in Ascain im Département Pyrénées-Atlantiques ins Netz gegangen, teilte das Innenministerium in Madrid mit.

An dem Einsatz in Frankreich sei auch die spanische Polizei beteiligt gewesen. Den Angaben zufolge war Irastorza der ranghöchste ETA-Vertreter, nach dem zuletzt gefahndet wurde. Das Innenministerium schloss nicht aus, dass es bei dem Polizeieinsatz am Samstagmorgen noch weitere Festnahmen geben würde.

Waffenversteck gefunden

Die Gruppe, die 40 Jahre lang für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens kämpfte, hatte im Oktober 2011 ihre Abkehr vom bewaffneten Kampf verkündet. Sie kam bislang aber nicht der Forderung der spanischen und der französischen Regierung nach, sich offiziell aufzulösen und die Waffen an die Behörden zu übergeben.

In Nordfrankreich war im Oktober ein Waffenversteck der ETA entdeckt worden. Anschliessend warf die ETA den Regierungen in Paris und Madrid vor, «keine vernünftige Lösung» für eine Friedensregelung im Baskenland zu suchen. (woz/sda)

Erstellt: 05.11.2016, 11:15 Uhr

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