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EU prüft Organhandel-Vorwürfe in Albanien

Die Europäische Union reagiert auf die Vorwürfe möglichen Organhandels während des Kosovokriegs. In den kommenden Tagen soll ein Sonderermittler nach Albanien geschickt werden.

Hat das Ganze ins Rollen gebracht: Europarats-Ermittler Dick Marty in Frankreicht. (Archivbild)
Hat das Ganze ins Rollen gebracht: Europarats-Ermittler Dick Marty in Frankreicht. (Archivbild)
Keystone

Der EU-Sonderermittler John Clint Williamson werde in den kommenden Wochen in Albanien erwartet. Im vergangenen Jahr veröffentlichte der Europarats-Ermittler Dick Marty einen Bericht, wonach der heutige kosovarische Ministerpräsident Hashim Thaci mit Rebellen der Befreiungsarmee UCK entlang der Grenze zum Kosovo Gefangenenlager geführt haben soll.

Dort sollen Zivilpersonen, darunter Serben, getötet und deren Organe für den Verkauf auf dem Schwarzmarkt entnommen worden sein. Thaci und die albanische Regierung haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

Unterstützung von der Regierung

Der albanische Aussenminister Edmond Haxhinasto kündigte allerdings an, die Regierung und die Behörden würden die Untersuchung unterstützen. Damit solle die Falschheit der Vorwürfe bewiesen und das Kapitel ein für allemal geschlossen werden, erklärte er auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Marnhac.

Unterdessen wurde am Dienstag in Pristina ein Prozess gegen sieben Kosovaren eröffnet, denen die Beteiligung an einem internationalen Organhandelring vorgeworfen wird. Die Angeklagten, darunter ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter im Gesundheitsministerium, hätten armen Bürgern für deren Nieren fälschlicherweise Geld versprochen und diese dann für rund 100'000 Euro verkauft, hiess es in der Anklageschrift.

SDA/wid

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