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«Es wurde aus Wut entschieden»

Der britische Ex-Premier Tony Blair sagt, das Verhältnis zwischen den EU-Strukturen und den Bürgern sei aus dem Gleichgewicht. Doch die EU sei ohne Zweifel die richtige Idee für das 21. Jahrhundert.

Sieht derzeit keine Möglichkeit für ein Zurück: Tony Blair, ehemaliger britischer Premierminister. Foto: Simon Dawson (Bloomberg)
Sieht derzeit keine Möglichkeit für ein Zurück: Tony Blair, ehemaliger britischer Premierminister. Foto: Simon Dawson (Bloomberg)

Wie soll die EU mit der Entscheidung der Briten umgehen?

Die britische Regierung und Europa sollten zunächst einmal nachdenken und abwarten. David Cameron hat absolut zu Recht darauf verzichtet, sich jetzt schon auf Artikel 50 zu berufen, der den Austritt aus der EU regelt. Es ist wichtig für Europa, das Geschehene erst einmal zu verdauen, weil es für alle beteiligten Nationen weitreichende Folgen haben wird. Es wird unmittelbare wirtschaft­liche Auswirkungen auf die globalen Märkte geben. Und es gibt auch unmittelbare politische Folgen, denn die meisten anderen EU-Länder kennen ähnliche Protestbewegungen.

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