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Europas letzte Chance

Der Brexit ist ein Debakel für die Europäische Union. EU-Präsident Jean-Claude Juncker sollte jetzt rasch abtreten und einem jüngeren Hoffnungsträger Platz machen.

Die Briten haben entschieden. Ziemlich genau 70 Jahre nachdem Winston Churchill an der Universität Zürich zur Bildung einer Art «Vereinigten Staaten von Europa» aufgerufen hatte, haben sie sich dazu entschlossen, die Europäische Union zu verlassen. Europas Spitzenpolitiker sind konsterniert, der englische Premier David Cameron tritt ab, und unser Aussenminister Didier Burkhalter baut sein Sorgentelefon aus. Die Börse, auf dem falschen Fuss erwischt, verliert ein paar Prozent, die Grossbankenaktien tauchen im zweistelligen Bereich.

Wie kann es sein, dass ausgerechnet Churchills Heimatland die europäische Idee so spektakulär verwirft? Dies, obwohl die EU dafür gesorgt hat, dass wir in Westeuropa seit 70 Jahren in Frieden leben. Die Antwort auf diese Frage sollten wir nicht in England, sondern in Brüssel suchen. «Damit das zustande kommen kann, braucht es einen Akt des Vertrauens, an dem Millionen von Familien verschiedener Sprachen bewusst teilnehmen», sagte Churchill zum Projekt der Vereinigten Staaten von Europa. Genau davon aber hat sich die EU in den letzten Jahren weit entfernt.

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