Zum Hauptinhalt springen

Ex-IRA-Anführer am helllichten Tag erschossen

Ein früherer Anführer einer Splittergruppe der nordirischen Untergrundorganisation wurde in Belfast getötet – offenbar von ehemaligen Weggefährten.

Das Opfer soll ein Informant des britischen Geheimdienstes gewesen sein: Die Polizei sichert den Tatort ab. (18. April 2014)
Das Opfer soll ein Informant des britischen Geheimdienstes gewesen sein: Die Polizei sichert den Tatort ab. (18. April 2014)
Keystone

Wie Anwohner berichteten, brachten Bewaffnete den 43-jährigen Tommy Crossan am Freitag zu einem Treibstofflager und schossen ihm dort aus geringer Entfernung in den Kopf. Die Tat habe sich am helllichten Tag ereignet.

Für die Tat übernahm zunächst niemand die Verantwortung. Doch Polizei und Politiker vermuteten dahinter die IRA-Splittergruppe Continuity IRA, zu der auch das Opfer früher gehört hatte.

Geld abgezweigt

Die Gruppe beschuldigte Crossan den Angaben zufolge, Geld aus Überfällen einbehalten und Informationen über Kameraden an den britischen Geheimdienst gegeben zu haben. Crossan bestritt die Vorwürfe, wollte aber auch nicht aus seinem Heimatbezirk im katholischen Westen von Belfast fliehen.

Die IRA tötete während ihrer 27 Jahre dauernden Gewalt-Kampagne fast 1800 Menschen. Ihr Ziel war es, Nordirland von Grossbritannien zu lösen. Die grösste IRA-Fraktion verzichtete 2005 auf Gewalt, andere militante Splittergruppen sind aber noch aktiv.

SDA/ldc

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch