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Ex-Minister bei Protesten in der Ukraine verletzt

Bei Zusammenstössen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei in Kiew wurden sechs Menschen verletzt. Darunter der Ex-Innenminister Juri Luzenko. Er liegt mit einer Kopfverletzung auf der Intensivstation.

Die Situation eskaliert: Der Maidan-Platz in Kiew steht in Flammen. (19. Februar 2014)
Die Situation eskaliert: Der Maidan-Platz in Kiew steht in Flammen. (19. Februar 2014)
AFP
Unter den Toten hat es auch Polizisten. (18. Februar 2014)
Unter den Toten hat es auch Polizisten. (18. Februar 2014)
Reuters
Allgegenwärtig: Demonstranten tragen eine Fahne, auf der die inhaftierte Ex-Premierministerin Julija Timoschenko abgebildet ist. (24. November 2013)
Allgegenwärtig: Demonstranten tragen eine Fahne, auf der die inhaftierte Ex-Premierministerin Julija Timoschenko abgebildet ist. (24. November 2013)
AP Photo
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Bei Zusammenstössen zwischen Polizei und Demonstranten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist Oppositionsführer Juri Luzenko verletzt worden. Nach Angaben der Opposition befindet sich der ehemalige Innenminister mit schweren Kopfverletzungen auf der Intensivstation.

Dutzende Demonstranten hatten sich am Freitagabend vor einem Gericht in Kiew versammelt, das drei Männer wegen der Planung der Sprengung einer Lenin-Statue zu sechs Jahren Haft verurteilt hatte. Laut dem russischen Staatsfernsehen kam es zu den Zusammenstössen, als die Demonstranten die Polizei mit Steinen bewarfen, um sie am Abtransport der Verurteilten zu hindern.

Vertrauter von Timoschenko

Luzenkos Frau Irina sagte dem Oppositionssender Hromadske, ihr Mann habe versucht, die Gewalt zu verhindern, sei aber von der Polizei mit Stöcken auf den Kopf geschlagen worden. Ukrainische Oppositionsseiten zeigten Bilder des 49-Jährigen mit einem Verband um den Kopf und einem Pflaster über dem Auge. Den Angaben zufolge wurden auch mehrere weitere Demonstranten bei den Zusammenstössen verletzt.

Luzenko ist ein Vertrauter der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko, die derzeit in Haft sitzt. Er selbst wurde 2010 ebenfalls zu einer Haftstrafe verurteilt, im April 2013 jedoch auf Druck der EU vorzeitig freigelassen.

Kritiker betrachteten die Prozesse gegen die beiden proeuropäischen Politiker als politisch motiviert. Luzenko spielte eine wichtige Rolle bei den Protesten im November gegen die Entscheidung von Präsident Viktor Janukowitsch, ein seit langem geplantes Assoziierungsabkommen mit der EU vorerst auf Eis zu legen.

SDA/wid

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