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Femen-Gründerinnen fliehen aus der Ukraine

Bei einer Polizeirazzia im Femen-Büro in Kiew fand die Polizei Waffen. Die drei Gründerinnen vermuten einen Hinterhalt und flüchten nach Paris. Sie fürchteten «um ihr Leben und ihre Freiheit».

Repressalien gegen die Aktivistinnen: Alexandra Schewtschenko und Jana Idanowa nach der Polizeirazzia. (27. August 2013)
Repressalien gegen die Aktivistinnen: Alexandra Schewtschenko und Jana Idanowa nach der Polizeirazzia. (27. August 2013)
AFP

Aus Furcht vor Repressalien haben drei Gründerinnen der Feministinnen-Gruppe Femen die Ukraine verlassen. Alexandra Schewtschenko, Anna Huzol und Jana Idanowa seien «aus Angst um ihr Leben und ihre Freiheit» ausser Landes «geflohen», teilte die Gruppe auf ihrer Webseite mit. Sie würden ihre Aktivitäten in Europa fortsetzen. Die Femen-Zentrale ist in Paris.

Auslöser für die Flucht war demnach eine polizeiliche Vorladung zur Zeugenbefragung. Dabei sollte es um eine Polizeirazzia mit Waffenfund im Femen-Büro in der Hauptstadt Kiew gehen. Am Dienstag waren laut Polizei in dem Büro eine Pistole und eine Granate gefunden worden. Femen vermutet, dass die Waffen der Gruppe untergeschoben wurden. Die Ermittler leiteten eine Untersuchung wegen illegalen Waffenbesitzes ein. Darauf stehen in der Ukraine bis zu fünf Jahre Haft. Bislang ist in dem Fall laut Polizei aber niemand angeklagt.

Femen-Chefin angegriffen

Die ukrainischen Sicherheitskräfte gehen bereits seit mehreren Wochen gegen Femen vor. Im Juli wurden drei Aktivistinnen und ein Fotograf während eines Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin festgenommen. Femen-Chefin Huzol wurde angegriffen. Die Gruppe warf den Sicherheitskräften vor, die Aktivisten geschlagen zu haben.

Femen wurde 2008 in der Ukraine gegründet, ist aber mittlerweile auch über ihre Grenzen hinaus bekannt und aktiv. Die Gruppe setzt sich für Frauenrechte ein und hält immer wieder Oben-Ohne-Proteste ab, bei denen die Teilnehmerinnen sich mit schwarzer Farbe Parolen auf den Oberkörper schreiben.

AFP/kle

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