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Fernsehköchin Wiener will für die Grünen kandidieren

Von der Gastronomin zur Politikerin: Sarah Wiener soll von Listenplatz 2 aus für Österreichs Grüne ins EU-Parlament.

nlu/afp
Besorgt über den Aufstieg rechtspopulistischer Bewegungen: Fernsehköchin Sarah Wiener
Besorgt über den Aufstieg rechtspopulistischer Bewegungen: Fernsehköchin Sarah Wiener
Keystone

Österreichs Grüne wollen mit Fernsehköchin Sarah Wiener bei der Europawahl Ende Mai antreten. Die 56-Jährige solle Listenplatz zwei bekommen, sagte der Sprecher der österreichischen Grünen, Werner Kogler, nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Wien. Parteivorstand und die Spitzen der Grünen-Landesverbände stünden hinter Wieners Kandidatur.

Offiziell vergeben wird der Listenplatz aber erst am 16. März beim Bundesparteitag der Grünen. Wiener begründete ihre Bewerbung laut APA damit, dass sie den «grünen Werten als Freundin beistehen» wolle. Sie sei eine leidenschaftliche Verfechterin der europäischen Werte und besorgt über den Aufstieg rechtspopulistischer Bewegungen. Die Köchin, die sich auch als Gastronomin in Berlin einen Namen gemacht hat, sagte weiter, sie habe sich gefreut, dass die Grünen sie gefragt hätten: «Das ist meine Wiege, auch wenn ich keine Parteizugehörigkeit habe.»

Zuversichtlich trotz hoher Hürde

Zu ihrer Rolle als Quereinsteigerin in die Politik sagte Wiener: «Ich bin auch aufgeregt und weiss, dass ich eine steile Lernkurve vor mir habe.» In Zeiten, in der Berufspolitiker immer stärker in der Kritik stünden, sei es aber wichtig, dass auch Menschen aus der Zivilgesellschaft aufstünden und politische Verantwortung übernähmen.

Wiener äusserte sich zuversichtlich, ins EU-Parlament einziehen zu können. In dem APA-Bericht wurde allerdings hervorgehoben, dass die Grünen in Österreich für zwei Mandate einen Stimmenanteil von rund neun Prozent benötigten - was sehr unwahrscheinlich sei. Ein Scheitern wäre für Wiener nach eigener Aussage aber auch kein Problem. «Das ist keine Sarah-Wiener-Persönlichkeitsnummer», sagte sie.

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