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Brücke in Genua: Der Moment der Katastrophe im Video

Die Polizei hat Aufnahmen einer Überwachungskamera veröffentlicht. Die Bergung wurde unterdessen wegen verdächtiger «Geräusche» unterbrochen.

Aufnahmen zeigen den Moment, in dem die Autobahnbrücke kollabierte. Video: Die Guardia di Finanza

Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie Brückenteile auf das Gelände eines Müllsammelzentrums krachen. Ob die darin zu sehenden Menschen wegen des Regens rennen oder ob sie die sich anbahnende Katastrophe erkannten, ist unklar.

Die Feuerwehr hat unterdessen aus Sicherheitsgründen ihre Arbeit unter einem der beiden Brückenreste vorläufig eingestellt. Der Rumpf, der über evakuierten Wohnhäusern verläuft, mache Geräusche, die sich von denen in den vergangenen Tagen unterschieden, sagte Feuerwehrsprecher Luca Cari am Montag.

Die Arbeiten an einem Ende der Brückenreste mussten eingestellt werden.
Die Arbeiten an einem Ende der Brückenreste mussten eingestellt werden.
AP/Nicola Marfisi, Keystone
Laut der Feuerwehr seien Geräusche zu hören, die sich von jenen der vergangenen Tage unterscheiden.
Laut der Feuerwehr seien Geräusche zu hören, die sich von jenen der vergangenen Tage unterscheiden.
AP/Nicola Marfisi, Keystone
Bei dem darunter liegenden Stadtteil handelt es sich um ein von Industrie und Gewerbe geprägtes Gebiet.
Bei dem darunter liegenden Stadtteil handelt es sich um ein von Industrie und Gewerbe geprägtes Gebiet.
Wikimedia/Bbruno
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Die Bewohner der Häuser dürften deshalb von nun an keine persönlichen Gegenstände mehr aus ihren Wohnungen holen, erklärte der Sprecher am Montag der Nachrichtenagentur DPA.

Evakuierte erhalten Ersatzwohnungen

Am Montag sollten die ersten betroffenen Familien neue Bleiben bekommen, kündigte der Regionalpräsident von Ligurien, Giovanni Toti, auf Twitter an. Bis zum 20. September sollten weitere 40 Wohnungen zur Verfügung stehen, bis Ende des Monats weitere 100. «Innerhalb von maximal acht Wochen gibt es ein Zuhause für alle», versprach er. Mehr als 500 Genuesen hatten ihre Wohnungen verlassen müssen.

Während eines starken Unwetters ist am vergangenen Dienstag der als Morandi-Brücke bekannte Polcevera-Viadukt eingestürzt, 43 Menschen starben. Die Brücke gehörte zur Autobahn 10, die eine wichtige Verbindungsstrasse in anliegende italienische Regionen und nach Südfrankreich ist. Die genaue Ursache für den Einsturz ist noch unklar. Experten vermuten aber, dass die Katastrophe durch den Riss eines Tragseils verursacht worden sein könnte.

SDA/oli

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