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Finnland vertreibt U-Boot mit Wasserbomben

Die finnische Marine hat in ihren Gewässern ein unbekanntes, verdächtiges Objekt entdeckt – und es mit Minigranaten beschossen.

Mögliche Bedrohung abgewehrt: Ein Schiff der finnischen Küstenwache in den Gewässern nahe Helsinki. (28. April 2015)
Mögliche Bedrohung abgewehrt: Ein Schiff der finnischen Küstenwache in den Gewässern nahe Helsinki. (28. April 2015)
Reuters

Die finnische Marine hat vermutlich ein U-Boot aus Gewässern vor der Hauptstadt Helsinki verjagt. Auf das Gefährt seien Warngranaten abgeworfen worden, teilte die Marine mit.

«Unser Überwachungssystem hat Montagmittag und Dienstagmorgen Signale empfangen, und wir haben das Objekt in finnischen Territorialgewässern lokalisiert», sagte der Kapitän der Marine, Olavi Jantunen.

Wasserbomben abgeworfen

Demnach warf ein finnisches Marineschiff mehrere sogenannte Warnwasserbomben ab. Mit dem Einsatz der Miniwasserbomben werde dem Zielobjekt zu verstehen gegeben, dass es entdeckt worden sei. Schaden sollten die Granaten nicht anrichten.

Nach Jantunens Angaben konnte das Objekt zunächst nicht identifiziert werden. Es wurde als nicht bestätigtes Unterwasserziel klassifiziert. Die Analyse des Vorfalls durch die Marine könne Tage oder sogar Wochen dauern.

Bedrohung durch Russland

Verteidigungsminister Carl Haglund sagte, bei dem Objekt könne es sich um ein U-Boot gehandelt haben. Es sei wahrscheinlich, dass es die Gewässer wieder verlassen habe. Es komme nur sehr selten vor, dass Finnland solche Warngranaten einsetze.

Ob Russland in den Vorfall verwickelt ist, sagte Haglund nicht. In der jüngsten Vergangenheit haben sich die Spannungen mit dem Nachbarland verstärkt.

Im April erklärten die skandinavischen Länder und Finnland, eine Bedrohung durch Russland mache eine engere Verteidigungszusammenarbeit nötig. Die Regierung in Moskau reagierte mit der Aussage, die Annäherung Finnlands und Schwedens an die Nato sei von besonderer Besorgnis.

SDA/rar

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