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Flüchtlingsumsiedlung in der EU harzt

Um Italien und Griechenland zu entlasten, sollen die anderen EU-Staaten 160'000 Flüchtlinge übernehmen. Bislang sind es gerade mal 940.

Versuchen nach Mitteleuropa zu kommen: Flüchtlinge in Griechenland. (23. Oktober 2015)
Versuchen nach Mitteleuropa zu kommen: Flüchtlinge in Griechenland. (23. Oktober 2015)
Robert Atanasovski, AFP

Zur Entlastung von Griechenland und Italien in der Flüchtlingskrise sollen die anderen EU-Staaten binnen zwei Jahren 160'000 Migranten übernehmen. Bisher gibt es jedoch erst konkrete Angebote für weniger als 1000 Plätze.

«Neun Mitgliedsstaaten haben gemeldet, dass sie rasch 854 Personen aus Italien und Griechenland umsiedeln könnten», sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag.

Behörden können gegen Regierungen vorgehen

Hinzuzurechnen sind nach Angaben der Brüsseler Behörde 38 Asylbewerber, die bereits von Italien nach Schweden umgesiedelt worden sind sowie 48 Personen, die in den vergangenen beiden Wochen von Italien nach Finnland gebracht wurden.

«Die Zahlen sind noch nicht (...) auf dem Niveau, auf dem wir sie gerne hätten», sagte ein anderer Sprecher der EU-Kommission. Es sei allerdings noch zu früh um festzustellen, dass Staaten sich möglicherweise nicht an EU-Regeln halten. In diesem Fall kann die Behörde gegen die Regierungen vorgehen.

Auch die Schweiz hilft mit

«Man kann nicht auf einen Schlag 160'000 Menschen in einigen Wochen umsiedeln», sagte der Sprecher. Weitere Umsiedlungen aus Italien sind nach Angaben der EU-Kommission für die kommende Woche vorgesehen.

Bisher haben sich laut EU-Kommission Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Litauen, Luxemburg, Portugal, Spanien und Schweden bereiterklärt, kurzfristig Flüchtlinge aus Italien oder Griechenland aufzunehmen. Auch die Schweiz hatte angekündigt, sich an der Umverteilung beteiligen zu wollen.

SDA/chk

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