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«Folter stinkt nach Erbrochenem»

«Im Westen müssen wir aufpassen, dass wir nicht selbstgerecht werden»: Nils Melzer. Foto: Adrian Moser

Das Bundesamt für Justiz hat entschieden, die im April 2016 in Zürich verhaftete Baskin Nekane Txapartegi an Spanien auszuliefern. Dort soll sie wegen «Unterstützung» der Terrorgruppe ETA eine Haftstrafe absitzen. Ihr Anwalt will dies verhindern, weil seine Mandantin in Spanien gefoltert worden sei. Auch Sie als UNO-Sonderberichterstatter für Folter sind gegen eine Auslieferung und haben bei der Schweiz interveniert. Warum?

Der Bund sagt, er habe alle Akten zum Fall gesichtet. Zudem habe Madrid versichert, die Frau sei nicht gefoltert worden. Reicht das?

Die Schweiz könnte eigene psychiatrische Abklärungen machen, unterlässt dies aber.

Das Bundesamt für Justiz aber nicht.

Dass ein EU-Land foltern soll, schockiert.

Wie meinen Sie das?

Die EU sagt: Die Alternative ist Ertrinken.

Im November waren Sie für eine Fact-Finding-Mission in der Türkei. Wie war der Empfang?

Waren Sie kritisch genug?

Manchmal muss man aber Vorwürfe erheben, nicht die Zusammenarbeit loben.

Will sich die türkische Führung wirklich von Folter distanzieren? Der Wirtschaftsminister will Putschisten «um den Tod flehen» hören.

Kam je Antwort aus den USA?

Es spielt keine Rolle, ob Folter funktioniert?

Wackelt das Folterverbot?

Wie ist Folter wirklich?

Manche Politiker sagen: Der Westen wird von brutalen Extremisten angegriffen, wir wären dumm, ihnen brav ihre Rechte vorzulesen.

Sie haben die Folter-Unterhaltung im TV angesprochen. Mehren sich solche Bilder?

Wie konnte das geschehen?

Aber Abu Ghraib hat doch auch aufgewühlt?