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Frankreich fordert Wachsamkeit nach IS-Hacker-Attacke

Der Angriff auf die IT-Systeme des Senders «TV5 Monde» lässt Frankreich aufschrecken. Die EU-Kommission reagiert mit der Erarbeitung einer Strategie zur Cyber-Sicherheit.

pst
Fordert die Medien auf, nach digitalen Schwachstellen zu suchen: Die französische Kulturministerin Fleur Pellerin (M.). (9. April 2015)
Fordert die Medien auf, nach digitalen Schwachstellen zu suchen: Die französische Kulturministerin Fleur Pellerin (M.). (9. April 2015)
Thomas Samson, AFP

Nach der Hacker-Attacke auf IT-Systeme des französischen Senders «TV5 Monde» forderte die Regierung in Paris Medien des Landes zu erhöhter Wachsamkeit auf. Gemeinsam mit der für Sicherheit von Informationssystemen zuständigen nationalen Behörde (ANSSI) sollen die bei den Medien für IT-Sicherheit zuständigen Experten nach Schwachstellen suchen.

Medienministerin Fleur Pellerin plant entsprechende Fachgespräche in den kommenden Wochen:

Die EU-Kommission will am 28. April ihre Strategie zur Cyber-Sicherheit vorlegen. Ein Konzept für den digitalen Markt solle im Mai folgen, hiess es bei der Kommission in Brüssel. Kommissions-Vize Frans Timmermans schrieb auf seiner Facebook-Seite, es sei offensichtlich, dass Terroristen über moderne digitale Instrumente verfügten. Deswegen werde die EU in enger Zusammenarbeit mit Mitgliedsstaaten und Verbündeten die Cyber-Sicherheit verstärken.

Internetseite erneut nicht erreichbar

Die Internetseite von «TV5 Monde» war nach dem Hackerangriff zeitweise noch gestört. Nachts und morgens war die Seite erneut nicht erreichbar. Das Fernsehprogramm wurde wieder ausgestrahlt.

Am Donnerstag hatten Internetnutzer Inhalte der Seite zwischenzeitlich abrufen können. Hacker hatten« TV5 Monde» in der Nacht zuvor lahmgelegt: Die Fernsehprogramme des Senders waren stundenlang unterbrochen, auf der Webseite und den Social-Media-Konten war IS-Propaganda zu sehen.

(SDA)

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