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«Frankreich ist depressiv»

«Viele Franzosen haben zu Recht das Gefühl, ungleich behandelt zu werden», sagt Pisani-Ferry: «Nuit-debout»-Demonstrantin auf der Place de la République (31. März 2016). Foto: Meyer (Tendance Floue)

Frankreich gilt als «kranker Mann Europas». Wie geht es dem Patienten heute?

Der Zustand eines Landes lässt sich an seiner Jugend ablesen. Wie geht es den jungen Franzosen?

Dabei hatte der scheidende Präsident François Hollande doch versprochen, der Jugend Priorität zu geben.

Trotz dieses Befunds ist die Wahlbeteiligung unter jungen Leuten schwach. Warum klagen sie ihre Rechte nicht ein?

«Das Frankreich der ‹guten Adressen›, das Ancien Régime, existiert noch immer.»

Warum wirkt das Gesellschaftssystem in Frankreich verkalkter als anderswo?

Stimmt es, dass die Franzosen zum Schwarzsehen neigen?

Woran liegt das?

Was hat es für Folgen, wenn eine Gesellschaft grundsätzlich pessimistisch ist?

Ist Frankreich ein depressiver Hypochonder?

Sie erwähnten das Misstrauen in die Institutionen. Die staatlichen sind aber doch eigentlich völlig intakt?

«Wenn Sie in Frankreich in einer Kleinstadt leben, fühlen Sie sich schnell isoliert.»

Ganze Regionen fühlen sich abgehängt. Zu Recht?

Welche Möglichkeiten hat die nationale Politik? Was kann der kommende neue Präsident tun?

Mit dem Versprechen, den «sozialen Bruch» zu kitten, hat schon Jacques Chirac die Wahlen gewonnen. Wieso ist Frankreich in 20 Jahren keinen Schritt weitergekommen?

«Die Arbeit war immer zentral für uns. Heute gibt es in Frankreich Regionen, wo die soziale Norm die Arbeitslosigkeit ist.»

Es ist keine Antwort, die das Selbstwertgefühl dieser Menschen steigen lässt.

Hénin-Beaumont, eine arme Stadt, ist fest in der Hand des Front National (FN). Die Partei verspricht einfache Lösungen für komplexe Probleme. Gewinnt sie die Wahl?

Wieso sind in Ihren Augen die neuen Metropolen die Antwort auf Strukturprobleme?

Ihre Analysen zeigen, dass nicht alle Versprechen des FN blosse Propaganda sind.

«Unsere alte Logik funktioniert nicht mehr. Wenn wir alle gleich behandeln, wie das früher unser Ideal war, ist das ungerecht.»

Was müssen diejenigen tun, die das Land regieren, um die Populisten zu stoppen?

Der FN verspricht die Lösung aller Probleme durch die Schliessung der Grenzen, die Abschaffung des Euro und den Austritt aus der EU. Als könne man sich aus der bösen Globalisierung zurückziehen. Was antworten Sie?

Das Gestern mag nicht wiederkehren – aber das globalisierte Heute wird von vielen als Zumutung erlebt.