Zum Hauptinhalt springen

Frau Sarrazin kündigt ein Buch an

Thilo Sarrazin hat mit «Deutschland schafft sich ab» für grossen Aufruhr gesorgt. Jetzt kündigt auch seine Frau Ursula Sarrazin ein Buch an – über ein Thema, das sie aus ihrem Alltag kennt.

Die umstrittene Berliner Primarlehrerin Ursula Sarrazin erwägt, ein Buch über Bildungsfragen zu schreiben. «Ich führe schon lange ein Tagebuch und das reicht schon jetzt für ein dickes Buch», sagte sie dem Magazin «Spiegel».

Nachdem ihre Erziehungsmethoden bundesweit für Aufregung gesorgt hatten, hält die 59-Jährige auch einen vorzeitigen Rückzug aus ihrem Lehrerberuf für denkbar - auch weil ihr Ehemann Thilo Sarrazin früher als geplant Pensionär wurde. An der Berliner Grundschule, an der Ursula Sarrazin arbeitet, waren massive Beschwerden gegen die Lehrerin lautgeworden. Eltern beklagten sich unter anderem über einen zu autoritären Unterrichtsstil.

Sämtliche Mathematikbücher aufbewahrt

In seinem Buch «Deutschland schafft sich ab» verweist Thilo Sarrazin regelmässig auf Erfahrungen seiner Frau. An einer Stelle schreibt er beispielsweise: «Meine Frau hat als Grundschullehrerin sämtliche Deutsch- und Mathematikbücher von 1972 bis heute aufbewahrt.» Bei einer Durchsicht hätten sie festgestellt, dass die Anforderungen kontinuierlich gesunken seien. Das mathematische Grundverständnis sei «verheerend», die Lesefähigkeit «noch verheerender».

Gegen Thilo Sarrazin läuft derzeit ein Parteiausschlussverfahren der SPD. Zudem war er im September von seinem Amt als Bundesbankvorstand abberufen worden. Sarrazin hatte bestimmten Gruppen von Migranten die Bereitschaft zur Integration abgesprochen. Für Empörung sorgten vor allem seine Bemerkungen über angeblich genetisch vorgegebene Intelligenzdefizite bei Migrantengruppen. Diese Aussage hatte er in der zweiten Auflage seines Buchs «Deutschland schafft sich ab» abgeändert. Das Buch mit den umstrittenen Thesen erreichte eine Millionenauflage.

AFP/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch