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Ganz nah und doch weit weg vom Wohlstand

In Frankreich wächst die Armut. Die Krise drängt neuerdings auch Menschen aus der unteren Mittelschicht in die Misere. Ein Wintermorgen in einem Pariser Resto du Cœur.

Im Resto du Cœur an der Porte de la Villette holen immer mehr Bedürftige Lebensmittel ab.
Im Resto du Cœur an der Porte de la Villette holen immer mehr Bedürftige Lebensmittel ab.
AFP

Vom Pariser Stadtzentrum sind es nur zehn Minuten mit der Metro: Linie 7, Haltestelle Porte de la Villette, 19. Arrondissement. Und doch ist es eine kleine Weltreise. Hier draussen, wo die schöne Stadt ausfranst, scheinen sogar die Temperaturen tiefer zu sein. Nieslig, neblig, kalt. Aber das bildet man sich natürlich nur ein. Es ist mehr ein gesellschaftliches Frösteln, das einen befällt, wenn man die Rampe hochgeht zu den Containern der Restos du Cœur. Restaurants des Herzens – so heisst die beliebteste Hilfsorganisation im Land, 1985 vom Komiker und Volksaufrüttler Michel Colucci alias Coluche (1944 bis 1986) gegründet, ein Auffangbecken für Hilflose – eine Institution für die Ärmsten. Über eine Milliarde Essen hat die Organisation schon ausgegeben. Im letzten Jahr waren es 108 Millionen. Und es werden immer mehr.

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