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Grausamer Mord: Krise zwischen Italien und Ägypten

Der Fall Regeni treibt Italien und Ägypten in ein Zerwürfnis, das niemandem dient.

Wahrheit für Giulio: Zuschauer des Rom Marathons fordern Aufklärung im Fall Regeni. Der 28-jährige Doktorand war in Kairo gefoltert und ermordet worden.
Wahrheit für Giulio: Zuschauer des Rom Marathons fordern Aufklärung im Fall Regeni. Der 28-jährige Doktorand war in Kairo gefoltert und ermordet worden.
Angelo Carconi, Keystone

Der Tonfall wird immer gehässiger, die Vorwürfe immer lauter. Im Streit über den Mordfall Giulio Regeni nähern sich Italien und Ägypten, zwei enge Handelspartner und alte Alliierte, mit viel Tempo einem handfesten diplomatischen Zerwürfnis. Der italienische Botschafter in Kairo, Maurizio Massari, reiste am Sonntag nach Rom, um sich da in den kommenden Tagen mit Aussenminister Paolo Gentiloni über die weiteren Schritte zu beraten. Seine Einberufung nach dem enttäuschenden Treffen der Ermittler aus beiden Ländern gilt als starkes Signal, als eine Art Warnadresse an Ägypten: Die Italiener wollen sich nicht zufrieden gegen mit dem, was sie eine «Scheinwahrheit» nennen. Und sie akzeptieren nicht, dass man ihnen wichtiges Untersuchungsmaterial unterschlägt.

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