Zum Hauptinhalt springen

Greenpeace hat noch immer keinen Kontakt zur Arctic Sunrise

Zwei Tage nach dem Einsatz gegen ein Greenpeace-Schiff: Der russische Geheimdienst schweigt sich über den genauen Vorwurf gegen die Umweltaktivisten aus. Möglicherweise lautet dieser aber auf Piraterie.

Auch nach zwei Tagen haben die Umweltschützer von Greenpeace weiter keinen Kontakt zu ihrem von russischen Sicherheitskräften geenterten Schiff Arctic Sunrise.

«Sobald das Schiff in Murmansk ist, werden wir sehen, was unseren Aktivisten genau vorgeworfen wird», sagte Jörg Feddern von Greenpeace der Nachrichtenagentur dpa.

Frühestens am Montag erwartet

Die «Arctic Sunrise», deren 27 Besatzungsmitglieder festgenommen wurden, wird frühestens am Montag in der nordrussischen Hafenstadt erwartet. Mit an Bord befindet sich auch der Schweizer Aktivist Marco Weber.

Bewaffnete Sicherheitskräfte hatten die «Artic Sunrise» am Donnerstag geentert. Zuvor hatten die Umweltschützer versucht, eine Ölplattform des Staatskonzerns Gazprom im Nordpolarmeer zu erklimmen. Dort wollten sie nach eigenen Angaben ein Transparent anbringen.

Anklage wegen Piraterie möglich

Die Aktivisten müssen mit einer Anklage wegen Piraterie rechnen. Dafür sieht das russische Gesetz bis zu 15 Jahre Haft vor. «Die Vorwürfe sind sehr hart, entbehren aber nach unserer Einschätzung jeder Grundlage», sagte Feddern.

Das Moskauer Büro der Organisation warf dem für den Grenzschutz zuständigen Geheimdienst FSB erneut ungesetzliches Handeln vor. «Bislang hat der FSB die Greenpeace-Aktivisten weder offiziell angeklagt noch ihnen die Gründe für ihre Festnahme erklärt», hiess es in einer Mitteilung.

SDA/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch