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Hier geht Snowden lachend ins russische Asyl

Erste Bilder zeigen, wie NSA-Whistleblower Edward Snowden den Moskauer Flughafen verlässt. Unterdessen belastet der Fall die russisch-amerikanischen Beziehungen immer mehr.

Erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung für weitere drei Jahre: Edward Snowden bei einer Videokonferenz mit Europaabgeordneten. (24. Juni 2014)
Erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung für weitere drei Jahre: Edward Snowden bei einer Videokonferenz mit Europaabgeordneten. (24. Juni 2014)
Frederick Florin, AFP
Zeigt sich in der Öffentlichkeit: Edward Snowden während einer Bootsfahrt auf der Moskwa. (September 2013)
Zeigt sich in der Öffentlichkeit: Edward Snowden während einer Bootsfahrt auf der Moskwa. (September 2013)
AP Photo/LifeNews/Rossia 24 TV
Snowden hatte sich während seines Aufenthalts in der Transitzone des Flughafens Scheremetjewo nur einmal gezeigt: Vor Vertretern von Menschenrechtsorganisationen und Anwälten gab er ein Statement ab und beantwortete einige Fragen. (12. Juli 2013)
Snowden hatte sich während seines Aufenthalts in der Transitzone des Flughafens Scheremetjewo nur einmal gezeigt: Vor Vertretern von Menschenrechtsorganisationen und Anwälten gab er ein Statement ab und beantwortete einige Fragen. (12. Juli 2013)
Tanya Lokshina/Human Rights Watch
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Der Whistleblower Edward Snowden hat den Moskauer Flughafen verlassen können. Ein erstes Bild zeigt, wie er, flankiert von der Wikileaks-Mitarbeiterin Sarah Harrison und seinem Anwalt Anatoli Kutscherena lachend dem Ausgang des Flughafens Scheremetjewo entgegengeht. Dass Russland dem «Verräter» Asyl gewährt, ist für die USA ist ein harter Schlag.

Snowden hatte gestern vorläufiges Asyl in Russland erhalten. Am Freitag hielt sich der 30-Jährige an einem unbekannten Ort auf. Sein russischer Anwalt Kutscherena betonte, der US-Amerikaner dürfe sich im grössten Land der Welt frei bewegen und in jeder beliebigen Stadt wohnen. Der IT-Experte hat bereits Arbeitsangebote bekommen, etwa vom grössten russischsprachigen sozialen Netzwerk VKontakte.

Gegenseitige Schuldzuweisungen

Moskau wies unterdessen die scharfe Kritik der USA am russischen Asyl für den früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Snowden zurück und gab stattdessen Washington die Schuld. «Indem sie die Fluchtwege verschlossen haben, liessen die USA Moskau keine Wahl», schrieb der Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Alexej Puschkow, am Freitag auf Twitter. Die USA hatten den Pass Snowdens für ungültig erklärt, um die Flucht des Mannes zu behindern.

Die USA reagierten «tief enttäuscht» auf die Asyl-Entscheidung Moskaus. Die Entscheidung Russlands untergrabe eine seit langem bestehende Zusammenarbeit in der Strafverfolgung, die nach den Terroranschlägen beim Boston-Marathon einen Aufschwung erlebt habe, sagte Jay Carney, Sprecher des Weissen Hauses.

Treffen von Obama und Putin in der Schwebe

Ob es trotzdem ein Treffen zwischen US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Wladimir Putin im Rahmen des G20-Gipfels in St. Petersburg Anfang September geben wird, muss nach Angaben Carneys noch überdacht werden. Er stellte aber klar: «Dies ist keine positive Entwicklung.»

Unterdessen wurde der US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, im Fall Snowden tätig. Er habe sich am Freitag mit Präsident Wladimir Putins ranghöchstem diplomatischen Berater Juri Uschakow getroffen, teilte die Botschaft auf Twitter mit. Die beiden Männer hätten über mehrere Themen gesprochen, unter anderem über den «neuen Status» Snowdens.

(SDA)

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