Zum Hauptinhalt springen

Hollande krebst zurück – bedrängt von der Strasse

Frankreichs Regierung vertagt ihr progressives Familiengesetz, nachdem die reaktionäre Gegnerschaft wieder Zehntausende dagegen mobilisierte.

Zehntausende Anhänger der konservativen Vereinigung «Demo für alle» (Manif pour Tous) gingen am Wochenende in Lyon (Bild) und Paris gegen die Familienpolitik der sozialistischen Regierung auf die Strasse.
Zehntausende Anhänger der konservativen Vereinigung «Demo für alle» (Manif pour Tous) gingen am Wochenende in Lyon (Bild) und Paris gegen die Familienpolitik der sozialistischen Regierung auf die Strasse.
AFP
Ein Demonstrant forderte auf seinem Plakat den Rücktritt von Präsident François Hollande.
Ein Demonstrant forderte auf seinem Plakat den Rücktritt von Präsident François Hollande.
Keystone
Die Proteste haben sich gelohnt. Die französische Regierung legt ihre Pläne für ein neues Familiengesetz vorerst auf Eis.
Die Proteste haben sich gelohnt. Die französische Regierung legt ihre Pläne für ein neues Familiengesetz vorerst auf Eis.
Keystone
1 / 10

Mit einer überraschenden Volte hat François Hollande sein polarisierendes Gesetzesprojekt rund um die Familie auf Eis gelegt – bis auf weiteres. Es sei erstens noch nicht bereit für eine Parlamentsdebatte, hiess es aus der sozialistischen Regierung. Und zweitens sei der Terminkalender des Parlaments gerade derart überladen, vorab mit dem Kampf des Präsidenten gegen die Arbeitslosigkeit, dass eine gebührende Diskussion der Gesellschaftsreform in diesem Jahr nicht mehr möglich wäre. So weit das offizielle Argumentarium. Es spiegelt höchstens ein Viertel der Wahrheit.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.