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Hunde heulten halbe Stunde vor Erdbeben

Kurz vor dem schweren Erdbeben in Mittelitalien spielten in einer der betroffenen Regionen viele Hunde verrückt. Tiere als Frühwarner sind keine Seltenheit.

Aus den Trümmern gerettet: Zwei Carabinieri bringen nach dem schweren Erdbeben einen Hund in der Stadt Norcia in Sicherheit. (30. Oktober 2016)
Aus den Trümmern gerettet: Zwei Carabinieri bringen nach dem schweren Erdbeben einen Hund in der Stadt Norcia in Sicherheit. (30. Oktober 2016)
AP Photo/Gregorio Borgia

Bevor die Erde bebte, bellten und heulten sie laut und anhaltend: Hunde im Valnerina-Tal in der mittelitalienischen Region Marken haben eine halbe Stunde lang vor dem verheerenden Erdbeben am Sonntagmorgen verrückt gespielt.

«Plötzlich haben die Hunde in der Umgebung begonnen, auffallend stark zu bellen, es war beeindruckend», berichteten Zeugen nach dem Erdbeben.

Dass sich Tiere Stunden und Tage vor einem Erdbeben seltsam verhalten und Fluchtreaktionen zeigen, ist bekannt. Bauern berichteten in der an Kärnten grenzenden Region Friaul, dass am 6. Mai 1976 Mäuse aus dem Boden krochen und Stalltiere panisch wurden, bevor am Abend die Erde bebte und dadurch knapp tausend Menschen starben.

Mysteriöser sechster Sinn

Weltweit versuchen Wissenschafter seit Jahren, das Phänomen der tierischen Vorahnung zu ergründen. Bereits der römische Naturforscher Plinius der Ältere, der beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 starb, berichtete ausführlich über Warnsignale von Tieren bei Naturkatastrophen.

Doch was Tiere veranlasst, vor einem starken Erdbeben verrückt zu spielen, ist nicht geklärt. Erdbebenforscher vermuten: Weil sich die Luft vor Erdbeben verändert, können Tiere die Gefahr quasi riechen. Offenbar könnten sie Erschütterungen durch Infraschall auch rechtzeitig fühlen.

SDA/jdr

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