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«Ich habe eine riesige Wut im Bauch»

Saïda Keller-Messahli, die Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, ist überzeugt: Die Bluttat in Tunesien hätte verhindert werden können. Wie das?

Saïda Keller-Messahli ist tunesisch-schweizerische Doppelbürgerin und will den negativen Entwicklungen in ihrem Heimatland  mit Engagement und Optimismus trotzen.
Saïda Keller-Messahli ist tunesisch-schweizerische Doppelbürgerin und will den negativen Entwicklungen in ihrem Heimatland mit Engagement und Optimismus trotzen.
Miriam Otte
Die Kämpferin für einen fortschrittlichen Islam lässt sich trotz grosser Wut nicht aus der Ruhe bringen.
Die Kämpferin für einen fortschrittlichen Islam lässt sich trotz grosser Wut nicht aus der Ruhe bringen.
Miriam Otte
«Die Tunesier wollten es einfach nicht wahrhaben, dass diese Art des Terrors, den wir aus anderen arabischen Ländern kennen, jetzt auch auf Tunesien überschwappt.»
«Die Tunesier wollten es einfach nicht wahrhaben, dass diese Art des Terrors, den wir aus anderen arabischen Ländern kennen, jetzt auch auf Tunesien überschwappt.»
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Was herrscht bei Ihnen nach dem Anschlag im tunesischen Sousse vor, Schock, Trauer oder Wut?

Saïda Keller-Messahli:Ich habe eine riesige Wut im Bauch. Es ist unverständlich, dass 38 unschuldige Menschen ihr Leben lassen mussten, und dies ausgerechnet in der jungen Demokratie Tunesien. An diesem schwarzen Freitag war ich natürlich auch geschockt und klebte den ganzen Abend vor dem Bildschirm, telefonierte mit meiner Mutter in Tunesien, um mehr zu erfahren.

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