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«Ich warne vor Hysterie»

Historiker Paul Nolte sagt, der Erfolg der rechten AfD sei erschreckend, aber noch keine Zäsur. Deutschland sei politisch stabil und solle nicht wie das Kaninchen auf die Schlange starren.

Mit Paul Nolte sprach Dominique Eigenmann, Berlin
«Die Rechtsextremen haben mindestens 87 Prozent der deutschen Wähler gegen sich»: Paul Nolte über die AfD und ihre Anhänger. Foto: EPA, Keystone
«Die Rechtsextremen haben mindestens 87 Prozent der deutschen Wähler gegen sich»: Paul Nolte über die AfD und ihre Anhänger. Foto: EPA, Keystone

Was lehrt uns diese etwas merkwürdige Bundestagswahl?

Dass politische Landschaften nie stillstehen. Es haben sich Entwicklungen fortgesetzt, die wir seit drei Jahrzehnten beobachten: Die Volksparteien schmelzen ab, fast jedes Jahrzehnt bekommen wir eine neue Partei, die das System weiter auffächert. Das hat 1983 auf der linken Seite mit den Grünen begonnen, hat sich nach der Wiedervereinigung mit der ostdeutschen PDS und später mit der gesamtdeutschen Linkspartei fortgesetzt. Nun ist erstmals auf der rechten Seite eine neue Partei dazugekommen: die Alternative für Deutschland, die den nationalkonservativen bis rechtsextremen Platz besetzt.

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