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«Ich werde nicht reich, aber besoffen»

«Die Meinungsforscher sind nicht einfach nur Dummbeutel»: Daniel Cohn-Bendit im Hauptgebäude der Universität Zürich. Foto: Reto Oeschger

Sie engagieren sich als Grüner für Emmanuel Macron. Ist das nur Taktik oder mehr?

Könnte Macron als Präsident das bisher reformunfähige Frankreich reformieren?

Die französische Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren aber kaum Jobs geschaffen.

Das waren zahme Reformen.

Aber kann er damit gewinnen?

Sind Sie nach dem 7. Mai reich?

Machen Sie Wahlkampf für Macron?

Ihre Zuversicht ist erstaunlich. 2016 haben uns das britische Ja zum Brexit und die Wahl Donald Trumps überrascht. Wird uns im Mai auch Marine Le Pen überraschen?

«Ich habe radikal opponiert, aber immer lachend. Anders als die heutigen Populisten war ich niemals hasserfüllt.»

Gibt es etwas, das Sie an Le Pen politisch oder persönlich schätzen?

Ist Trump ein wertvoller Alliierter Le Pens, oder schreckt er die französischen Wähler eher ab?

Der Front National ist die grösste Partei in Frankreich, gut ein Viertel der Franzosen stehen hinter Marine Le Pen. Sind die alle blöd?

Aber weshalb hat sie so grossen Zulauf?

«Es gibt im Kern von menschlichen Gesellschaften auch Bösartigkeit. Das zeigen die starke rechtspopulistische Bewegung in Norwegen oder die Lega Nord in Italien.»

Sie selbst haben als Exponent der 68er-Bewegung die Institutionen und das Establishment radikal kritisiert. Sie müssten für den Protest und die Wut der Rechtspopulisten eigentlich Verständnis zeigen.

War Ihre Fundamentalopposition nicht populistisch?

Was meinen Sie damit?

Das mag für Sie zutreffen, aber nicht für die ganze 68er-Bewegung.

Die Populismuswelle, die 2016 mit dem Brexit und Trumps Wahl ihren Höchststand erreichte, ist also wieder am Abflauen.

Wir wettern gegen Trumps Mauer zu Mexiko, halten aber durch Zäune Flüchtlinge von der Balkanroute fern. Die Rechtspopulisten haben ihre Forderungen in der Flüchtlingspolitik weitgehend durchgesetzt. Sie haben auch Erfolg, ohne an die Macht zu kommen.

Für wie anfällig für Populismus halten Sie die Schweiz?

Dann würde das Parlament diese Initiative schlicht und einfach für ungültig erklären.