Zum Hauptinhalt springen

Im politischen Niemandsland

Das Wahlvolk soll die Herrschaft der Separatistenführer legitimieren. Doch die «Wahl» in den Rebellengebieten der Ostukraine ist ein klarer Bruch des Minsker Abkommens.

Viele Ostukrainer nutzten die «Wahl» als Protestvotum gegen Kiew: Stimmabgabe in Donezk.Foto: Dimitar Dilkoff (AFP)
Viele Ostukrainer nutzten die «Wahl» als Protestvotum gegen Kiew: Stimmabgabe in Donezk.Foto: Dimitar Dilkoff (AFP)

Man erkennt sie kaum in ihren gediegenen schwarzen Anzügen, die Führer der prorussischen Separatisten, die gestern wie beste Demokraten ihre Stimmen abgaben. Das Volk sollte bei dem Urnengang in den besetzten Regionen von Luhansk und Donezk aus den Kämpfern Staatsmänner machen. Eigentlich hätten die Rebellen gemäss dem Minsker Abkommen, in dem auch der Waffenstillstand vereinbart wurde, Wahlen zur lokalen Selbstverwaltung innerhalb der Ukraine durchführen sollen. Doch das lehnten sie kategorisch ab: Man lasse sich von einem «fremden Staat» keine Befehle erteilen, konterten sie Vorwürfe aus Kiew, der Urnengang sei illegal.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.