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«Im Viertel ist es gespenstisch ruhig»

Die freie Journalistin Miriam Suter ist beruflich in Paris unterwegs – und lebt im Quartier, wo das Bataclan-Theater steht. Wie sie die Anschläge erlebt hat.

Paris, eine Stadt im Ausnahmezustand: Video-Bilder von den Schauplätzen der Attentate.

Wo waren Sie, als die Anschläge passiert sind?

Wir sassen in einem Restaurant in Montmartre. Plötzlich begannen mehr und mehr Leute in der Bar vis à vis von uns auf ihren Handys herumzudrücken. Alle waren extrem aufgebracht. Wir dachten zunächst, dass das wegen des Fussballmatches sei, weil die Franzosen verloren hätten. Bald darauf kam der Inhaber des Restaurants, ein Bekannter von uns, und erzählte uns , dass überall in der Stadt Chaos sei wegen mehreren Anschlägen. Deshalb begannen wir zu googeln. Zeitweise ist das Handynetz zusammengebrochen, wir konnten auch nicht mehr über Whatsapp schreiben. Das Verrückte: Wir waren heute praktisch an allen Orten, an denen es Anschläge gegeben hat, noch wenige Stunden zuvor. Wir waren im Centre Pompidou und im Kino Les Halles, an der Strasse an der das Bataclan steht. Als ich im Sommer in Paris war hatte ich schon Angst, dass etwas passiert. Und jetzt tatsächlich. Mein Gott, vielleicht sind wir sogar mit den Terroristen in derselben Metro gefahren.

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