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In Athen geht gar nichts mehr

Ein 24-stündiger Streik in Athen löste ein Verkehrschaos aus. Aus Protest gegen die Sparmassnahmen stehen U-Bahnen, Züge und Taxis still.

Die Folge der Massenstreiks: Im Athener Morgenverkehr herrscht Chaos pur.
Die Folge der Massenstreiks: Im Athener Morgenverkehr herrscht Chaos pur.
Keystone

Streiks gegen die neuesten Sparmassnahmen der griechischen Regierung haben in Athen zu einem Verkehrschaos geführt. Bedienstete im öffentlichen Verkehr, Taxifahrer und Lehrer legten ihre Arbeit nieder, um gegen Pläne der Regierung zu protestieren, unter anderem mehr öffentlich Bedienstete zu beurlauben als ursprünglich geplant. Für den Nachmittag kündigten auch die Fluglotsen einen dreistündigen Streik an, Mitarbeiter in der Stadtverwaltung wollten ihre Arbeit für vier Stunden niederlegen.

Die Strassen Athens waren an diesem eigentlich zum autofreien Tag ausgerufenen Donnerstag verstopft, im Berufsverkehr bildeten sich lange Staus. Fluglinien sagten für den Nachmittag Flüge ab.

Das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen

Griechenland versucht mit den neuen Sparmassnahmen, sich weitere Zahlungen aus dem Hilfspaket über 110 Milliarden Euro zu sichern und das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen. Besonders der aufgeblähte griechische Beamtenapparat ist den Kontrolleuren der EU-Troika, die über die Auszahlung der nächsten Acht-Milliarden-Euro-Tranche der Hilfszahlungen entscheiden, ein Dorn im Auge. Die Troika-Vertreter sollen kommende Woche wieder in Athen eintreffen, um über die Auszahlung zu entscheiden.

Die beiden grössten Gewerkschaftsverbände Griechenlands haben bereits zu weiteren Streiks gegen die geplanten Sparmassnahmen aufgerufen. Am 5. Oktober soll es einen Ausstand des öffentlichen Sektors geben, am 19. Oktober einen Generalstreik.

AFP/ dapd/pbe

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