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IS-Zelle plante Anschlag mit zehn Attentätern

In Deutschland ist eine mutmassliche IS-Zelle ausgehoben worden. Die Männer hatten offenbar einen Anschlag auf die Düsseldorfer Altstadt geplant.

Attentat geplant: Ziel der mutmasslichen Terroristen war die Düsseldorfer Altstadt. (Video: Reuters)

In Deutschland sind drei mutmassliche Mitglieder der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden, die nach Behördenangaben einen Anschlag auf die Düsseldorfer Altstadt verüben sollten. Nach Informationen des «Spiegel» sollten zehn weitere Attentäter beim Anschlag involviert werden.

Die drei Syrer wurden am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Baden-Württemberg festgenommen, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Ein vierter Tatverdächtiger sitzt in Frankreich in Untersuchungshaft.

Als Flüchtlinge in Deutschland gelebt

Zwei der Beschuldigten schlossen sich den Angaben zufolge im Frühjahr 2014 in Syrien dem IS an. Sie erhielten demnach dort von der Führungsebene den Auftrag zu einem Anschlag in der Düsseldorfer Altstadt.

Die beiden seien schliesslich im Jahr 2015 über die Türkei und Griechenland nach Deutschland gereist. Dort hätten sie einen dritten Mann überzeugt, sich an der Anschlagsplanung zu beteiligen. Ein vierter Beschuldigter sei bereits vorher im Auftrag des IS nach Deutschland gereist.

Gemäss Informationen des «Spiegel» habe mindestens einer der Verdächtigen in einer Flüchtlingsunterkunft gelebt. Laut SWRhätten sich auch seine beiden mutmasslichen Komplizen als Flüchtlinge ausgegeben.

Ein Beschuldigter verriet Pläne

Die Pläne sahen nach den Ermittlungen vor, dass zwei Selbstmordattentäter zunächst Sprengwesten zünden sollten. Danach sollten weitere Attentäter mit Gewehren und Sprengsätzen weitere Menschen töten.

Anschlag mit zehn Attentätern vereitelt: Ein vermummter Terrorverdächtiger wird abgeführt. (2. Juni 2016)
Anschlag mit zehn Attentätern vereitelt: Ein vermummter Terrorverdächtiger wird abgeführt. (2. Juni 2016)
Uli Deck
Die drei mutmasslichen Terroristen wurden in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Baden-Württemberg festgenommen.
Die drei mutmasslichen Terroristen wurden in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Baden-Württemberg festgenommen.
Uli Deck, AFP
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Zu weiteren Tatplanungen kam es laut Bundesanwaltschaft nicht, weil sich einer der Beschuldigten im Februar 2016 in Paris den französischen Behörden offenbarte. Er sitzt seither in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft will sich um seine Auslieferung nach Deutschland bemühen.

Die Düsseldorfer Polizei wusste ebenfalls schon seit Monaten von den Anschlagsplänen. «Wir waren von Anfang an in die Ermittlungen eingebunden», sagte Polizeipräsident Norbert Wesseler der «Rheinischen Post». Alles sei in das laufend aktualisierte Sicherheitskonzept eingeflossen. Das gelte insbesondere auch für Grossveranstaltungen in der Stadt.

sda/afp/kat/fal

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