Italien baut Kooperation mit libyscher Küstenwache aus

Um die Zahl der Bootsflüchtlinge weiter einzudämmen, will die italienische Regierung die Küstenwache in Libyen mit Material und Training unterstützen.

Sie sollen auf dem Mittelmeer abgefangen und wieder nach Libyen zurückgebracht werden: Bootsflüchtlinge auf dem Weg nach Europa.

Bild: epa/Fabian Heinz/Sea-eye Handout

Sie sollen auf dem Mittelmeer abgefangen und wieder nach Libyen zurückgebracht werden: Bootsflüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Bild: epa/Fabian Heinz/Sea-eye Handout

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Italien baut zum Eindämmen der Migration von Bootsflüchtlingen über das Mittelmeer die umstrittene Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache aus. Um Menschenschlepperei zu bekämpfen, werde die italienische Regierung die Küstenwache mit Material und Training noch mehr unterstützen, teilte die Regierung in Rom am Mittwochabend mit.

Der von der EU unterstützte Deal sieht vor, dass die Libyer Bootsflüchtlinge auf dem Weg nach Europa auf dem Mittelmeer abfangen und wieder in das Bürgerkriegsland zurückbringen. Er ist hoch umstritten, weil Migranten in dem Land schwerste Misshandlungen drohen.

Die Zahl der Ankünfte in Italien hat sich seit der Vereinbarung drastisch verringert. Jedoch kommen mehr Menschen mit kleinen Booten selbstständig an den italienischen Küsten an - vor allem aus Tunesien. Ministerpräsident Giuseppe Conte werde daher Gespräche mit dem tunesischen Premier Youssef Chahed aufnehmen, wie die Küste des nordafrikanischen Landes besser geschützt werden könne, hiess es in der Mitteilung. (sda)

Erstellt: 11.07.2019, 05:18 Uhr

Artikel zum Thema

Salvini will verstärkt die Marine gegen Migration einsetzen

Italiens Innenminister beabsichtigt einen härteren Kampf gegen die Schlepperei. Derweil hat «Sea-Eye» erneut Flüchtlinge aufgenommen. Mehr...

Malta lässt Flüchtlinge von «Alan Kurdi» an Land

Nach anfänglichem Veto dürfen nun sämtliche Flüchtlinge in Malta an Land gehen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Ein Fehltritt mit Folgen

Eine kleine Unaufmerksamkeit, ein bisschen Pech – ein Unfall ist schnell passiert. Zum Glück hat die Suva die Kosten im Griff.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Zeigen Flagge: Luftaufnahme der Flaggen-Zeremonie für die Olympischen Jugendspiele, die 2020 in Lausanne stattfinden werden. (19. September 2019)
(Bild: Valentin Flauraud) Mehr...