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«Italien hat seit Jahren eine Diktatur»

In Italien steigt der Unmut gegen Berlusconi. Menschen gehen auf die Strasse, Politiker fordern seinen Rücktritt. Der Anti-Mafia-Kämpfer Leoluca Orlando erklärt, wie der Premier Italien schadet.

Kämpft für ein Italien ohne Berlusconi: Der Politiker und Mafiajäger Leoluca Orlando.
Kämpft für ein Italien ohne Berlusconi: Der Politiker und Mafiajäger Leoluca Orlando.
Keystone

Herr Orlando, wie stark leidet das Ansehen Italiens wegen Berlusconis Bunga-Bunga-Partys und den vielen Prozessen, die im Augenblick gegen den Premier laufen? Nicht nur das Ansehen leidet. Das ganze Land leidet wegen dieser Aktivitäten, die keine privaten, sexuellen Aktivitäten sind, sondern die Bestätigung der absoluten Vermischung zwischen Öffentlichkeit und Privatleben, zwischen Staat und Markt. Dieses Benehmen ist die Bestätigung der Inanspruchnahme von privaten Partys, Bunga-Bunga-Feiern, Escort-Frauen und Sex-Beschaffern, um öffentliche Aufträge und Nominierungen zu konditionieren. In Zeiten, in denen klare Entscheidungen zur Bewältigung der Finanzkrise gefragt sind, blockiert Silvio Berlusconi das Parlament, um sich und seine Höflinge zu verteidigen.

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