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Italien trotzt der EU im Umgang mit Flüchtlingen

Wer als Flüchtling in ein EU-Land kommt, muss seinen Fingerabdruck abgeben – so die Regeln der Union. Italien nimmt es damit nicht so ernst.

350 Migranten an Bord: Das Schiff Chimera kommt am Hafen von Pozzallo an. (30. Juni 2014)
350 Migranten an Bord: Das Schiff Chimera kommt am Hafen von Pozzallo an. (30. Juni 2014)
AFP
Italien nimmt nicht allen von ihnen den Fingerabdruck: Flüchtlinge am italienischen HAfen Pozzallo. (30. Juni 2014)
Italien nimmt nicht allen von ihnen den Fingerabdruck: Flüchtlinge am italienischen HAfen Pozzallo. (30. Juni 2014)
AFP
Die Flüchtlinge stellen die EU vor grosse Herausforderungen: Junge Migranten warten in Malta. (4. August 2013)
Die Flüchtlinge stellen die EU vor grosse Herausforderungen: Junge Migranten warten in Malta. (4. August 2013)
Reuters
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Allein im ersten Halbjahr 2014 erreichten mehr als 60'000 Flüchtlinge Italien. Die Rettungsmassnahmen kosten das Land monatlich fast zehn Millionen Euro. Damit habe man eigentlich genug getan, meint Italien. Und nimmt es mit EU-Anweisungen nicht ganz so ernst.

Jeder Flüchtling, der in einem Staat der Europäischen Union ankommt, muss seinen Fingerabdruck abgeben. So wollen es die Bestimmungen der EU. Damit soll verhindert werden, dass Migranten an mehreren Stellen Asyl beantragen können. Italien, wo täglich Hunderte Flüchtlinge aus Nordafrika ankommen, nimmt es mit der Umsetzung der EU-Direktive allerdings nicht ganz so ernst. Das hilft den Flüchtlingen, einfacher an ihr eigentliches Ziel kommen: Nordeuropa.

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