Zum Hauptinhalt springen

«Italien wird noch lange an Berlusconis Erbe zu beissen haben»

Silvio Berlusconi hinterlässt ein Land, das in wesentlichen Teilen ruiniert ist, sagt der Historiker Aram Mattioli. Der Berlusconismus habe vor allem die Gesellschaft stark geprägt und verändert.

Steht für eine politische Kultur, die vulgär ist und eine unglaubliche Intoleranz befördert hat: Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi winkt in die Menge. (Archivbild)
Steht für eine politische Kultur, die vulgär ist und eine unglaubliche Intoleranz befördert hat: Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi winkt in die Menge. (Archivbild)

Nach seinem Rücktritt hat Silvio Berlusconi wieder einmal Mussolini bemüht und einen Brief des Duce an seine Geliebte zitiert, in welchem er sich über den Verrat der engsten Verbündeten beklagt. Was bezweckt Berlusconi damit?

Er hat seit seinem Einstieg in die Politik darauf hingearbeitet, den Faschismus von vor 1938 und der Einführung der Rassengesetze ein Stück weit zu rehabilitieren. Aber nicht, weil Berlusconi selbst ein Faschist wäre. Vielmehr hat er diese Anspielungen immer wieder gezielt als Kitt für seine heterogene Koalition genutzt. In dieser sind ja auch die Postfaschisten eingebunden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.