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IWF fordert Schuldenerleichterungen für Griechenland

Verhandeln die Länder der Eurozone nicht bald mit Griechenland über Schuldenerleichterungen, steht die Beteiligung des IWF am dritten Hilfsprogramm in Frage.

86 Milliarden Euro brauchen die Griechen: Die EU- und die Griechenland-Fahne wehen vor der Akropolis in Athen.(14. Juli 2011)
86 Milliarden Euro brauchen die Griechen: Die EU- und die Griechenland-Fahne wehen vor der Akropolis in Athen.(14. Juli 2011)
Orestis Panagiotou, Keystone

Entsprechende Informationen der «Financial Times» bestätigte am Freitag ein IWF-Sprecher in Washington. «Ich kann bestätigen, dass es den Brief gibt», sagt er der Nachrichtenagentur dpa. Den Bericht der Zeitung bezeichnete er als «zutreffend».

Schuldenerleichterungen müssten nun «sofort auf den Tisch», schrieb Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, der «Financial Times» zufolge an die 19 Eurozonen-Länder. Andernfalls stehe die Beteiligung des IWF am dritten Hilfsprogramm für Griechenland in Frage. Die Finanzminister der Eurozone treffen sich am Montag.

«Machen wir uns nichts vor»

Die Gespräche über weitere Haushaltseinsparungen in Griechenland in Höhe von drei Milliarden Euro seien fruchtlos. Die Vereinbarung mit der EU, mittel- und langfristig einen Haushaltsüberschuss (ohne Schuldendienst) von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erwirtschaften, sei unrealistisch.

Dieses Ziel müsse auf 1,5 Prozent nach unten korrigiert werden. «Machen wir uns nichts vor – dieses höhere Ziel wäre nicht nur sehr schwer zu erreichen, es wäre möglicherweise auch kontraproduktiv», schrieb Lagarde. Um 3,5 Prozent zu erreichen, müsste Griechenland noch heftiger sparen.

Das neue Hilfspaket hat einen Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro. Griechenland braucht im Juli frisches Geld, wenn es Milliardenkredite zurückzahlen muss. Bisher ist der IWF nicht an Bord.

SDA/afo

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