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Jetzt hat selbst die Queen genug vom Brexit-Chaos

Queen Elizabeth II hat in einer Rede auf den Brexit angespielt. Dass sie überhaupt eingreift, zeigt, wie ernst die Lage ist.

«Einen gemeinsamen Nenner finden»: Queen Elizabeth redet den Briten ins Gewissen. (13. Dezember 2018)
«Einen gemeinsamen Nenner finden»: Queen Elizabeth redet den Briten ins Gewissen. (13. Dezember 2018)
Toby Melville, Reuters

Selbst der Queen wird's nun offenbar angst und bange. Vorige Woche mahnte Elizabeth II die Bürger ihres Landes, einander nicht länger zu bekriegen, sondern «zusammenzukommen». Am wichtigsten sei es, «unterschiedliche Standpunkte zu respektieren» und «einen gemeinsamen Nenner zu finden», sagte sie.

Das Wort Brexit äusserte die Königin nicht. Aber jeder wusste, was sie meinte. Royale Appelle dieser Art kommen nicht von ungefähr. Einige Brexiteers vermuteten prompt, die Monarchin habe auf Verlangen Theresa Mays deren Brexit-Deal als «gemeinsamen Nenner» heraus streichen sollen. Die meisten Beobachter fanden hingegen, dass es der Queen schlicht um die zunehmende Verhärtung der Fronten und die gefährliche Verrohung der politischen Kultur beim Brexit ging.

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