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Junger Demonstrant stirbt durch Tränengasgranate

In der südtürkischen Stadt Antakya starb ein 22-jähriger Demonstrant nach einem Polizeieinsatz. Er war während einer Kundgebung von einer Tränengasgranate am Kopf getroffen worden.

Seit Anfang September gibt es wieder Proteste: Ein Demonstrant wirft in Istanbul einen Molotwcocktail. (9. September 2013)
Seit Anfang September gibt es wieder Proteste: Ein Demonstrant wirft in Istanbul einen Molotwcocktail. (9. September 2013)
AFP

Im Süden der Türkei ist ein junger Demonstrant bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Der 22-Jährige wurde gestern Abend in Antakya bei einer Kundgebung zur Erinnerung an ein Opfer von Polizeigewalt von einem Tränengasgeschoss am Kopf getroffen und starb wenig später im Spital.

In der Stadt nahe der syrischen Grenze hatten sich rund 150 Menschen versammelt, um an ein Opfer der Antiregierungsproteste im Juni zu erinnern, wie die Nachrichtenagentur Dogan am Dienstag weiter berichtete. Antakya ist eine der Städte, in denen es im Juni Proteste gegen die islamisch-konservative Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gegeben hatte.

Bei den wochenlangen Protesten, die sich an einem Bauprojekt im Istanbuler Gezi-Park entzündeten, bald aber zunehmend gegen die gewaltsame Reaktion der Polizei und den autoritären Führungsstil Erdogans richteten, waren insgesamt fünf Menschen getötet worden. Seit Anfang September gibt es wieder Proteste, wenn auch in geringerem Umfang als im Juni.

SDA/ajk

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