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Kampfansage in Kiew

Der ukrainische Oligarch Igor Kolomojski ist als Gouverneur in der Ostukraine abgesetzt worden. Er wollte einen Geschäftsstreit in Kiew mit Waffengewalt klären.

Hat sich im Zuge des Kriegs in der Ostukraine eine Privattruppe zugelegt: Oligarch Igor Kolomojski.
Hat sich im Zuge des Kriegs in der Ostukraine eine Privattruppe zugelegt: Oligarch Igor Kolomojski.
Reuters

Vor einem Jahr hatte die neue ukrainische Führung Igor Kolomojski zum Chef der Region Dnipropetrowsk gemacht, nun hat Präsident Petro Poroschenko ihn abgesetzt, weil er genau dieser Regierung mit Gewalt droht. Der streitbare Oligarch ist einer der reichsten Ukrainer und mischt in rund 200 Firmen mit – vom Bankensektor über die Energie- branche bis zum Medienbusiness. Als Besitzer eines Fernsehkanals gehört er mit zu den Meinungsmachern im Land, sein Vermögen wird auf zwei Milliarden Dollar geschätzt. Er finanziert mehrere Freiwilligenbataillone, die im Osten der Ukraine gegen die prorussischen Separatisten kämpfen. Diese Kämpfer hat er am Wochenende nach Kiew geschickt, um gegen den ukrainischen Staat Front zu machen: In voller Kampfmontur haben sie zwei halbstaatliche Energie­firmen umzingelt und besetzt, um dort Managementwechsel zu verhindern, die Kolomojski nicht passen.

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