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Kein Zuckerbrot für Peer Steinbrück

Immer weniger Deutsche würden Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wählen. Die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel baut ihre Spitzenposition aus. Ihre Partei ist im Höhenflug.

Nur 25 Prozent der Deutschen wollen ihn als Regierungschef: Peer Steinbrück in Berlin. (10. Januar 2013)
Nur 25 Prozent der Deutschen wollen ihn als Regierungschef: Peer Steinbrück in Berlin. (10. Januar 2013)
AFP

Der deutsche SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wird immer unbeliebter. Nach dem heute veröffentlichten Politbarometer des Fernsehsenders ZDF hätten nur noch 25 Prozent der Deutschen den früheren Bundesfinanzminister lieber als Regierungschef – ein Minus von 11 Prozent im Vergleich zum Dezember. Die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel hingegen gewinnt 11 Punkte hinzu und kommt auf 65 Prozent. Zuvor hatte bereits der Deutschlandtrend von ARD Steinbrück einen Einbruch bei der Wählerzustimmung bescheinigt.

Steinbrück verliert laut Politbarometer auch bei den Anhängern seiner eigenen Partei an Rückhalt: Nach 79 Prozent im Dezember wollen ihn jetzt nur noch 63 Prozent der SPD-Anhänger lieber als Kanzler. Bei den Grünen-Anhängern sprechen sich den Angaben zufolge nur noch 47 Prozent für Steinbrück als Kanzler aus, 43 Prozent hingegen für Merkel.

Die Amtsinhaberin kann ihre Spitzenposition bei den aktuell wichtigsten zehn Politikern weiter ausbauen: Auf der Skala von plus 5 bis minus 5 kommt sie auf einen Durchschnittswert von 2,4 – im Dezember lag der Wert noch bei 2,1. Steinbrück erreicht mit einem Wert von 0,2 Platz sechs (Dezember: 0,9). Er liegt damit knapp vor SPD-Chef Sigmar Gabriel (0,0), Aussenminister Guido Westerwelle (FDP) (minus 0,6) und FDP-Chef Philipp Rösler (minus 1,6).

Union legt zu

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, erhielte die Union 42 Prozent, ein Plus von 2 Punkten. Das ist den Angaben zufolge der höchste Wert für die CDU/CSU seit fünf Jahren. Die SPD müsste ein Minus von 2 Punkten hinnehmen und käme auf 28 Prozent. Die FDP verfehlte mit erneut 4 Prozent weiter den Wiedereinzug in den Bundestag. Die Grünen landen in der repräsentativen Umfrage unverändert bei 13 Prozent, für die Linkspartei entschieden sich 6 Prozent der Wähler (minus 1).

Für das Politbarometer hat die Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 8. bis 10. Januar 1358 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch befragt.

dapd/kle

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