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Kenny zum neuen Ministerpräsidenten von Irland gewählt

Für den 59-jährigen Führer der Partei Fine Gael votierten heute 117 der 166 Abgeordneten. Hauptziele seiner Regierung sind die Wiederbelebung der angeschlagenen Wirtschaft und der Umbau des Finanzsystems.

Kenny führt eine Koalitionsregierung, der die konservative Fine Gael und die linksgerichtete Labour Partei angehören. Sein Kabinett wird er vorstellen, sobald er von Staatspräsidentin Mary McAleese offiziell in sein Amt eingesetzt wurde. Beobachter gehen davon aus, dass der Regierung zehn Mitglieder der Fine Gael und fünf Abgeordnete der Labour Partei angehören werden.

Kenny kündigte an, die Bedingungen des Rettungsschirms von EU und Internationalem Währungsfonds neu verhandeln zu wollen. Nur so könne sich Irland von der schweren Wirtschaftskrise erholen und die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Es sei die Aufgabe seiner Regierung, die «Wirtschaft zu retten, unser Ansehen wiederherzustellen und unsere Gesellschaft zu erneuern», sagte Kenny. Seine Amtseinführung sei «der erste Tag auf der Reise in eine bessere Zukunft».

Grösste parlamentarische Mehrheit der Geschichte

Die Fine Gael kam bei der Parlamentswahl vom 25. Februar auf 76 Sitze, Labour auf 37. Zusammen haben sie die grösste parlamentarische Mehrheit in der Geschichte Irlands. Sie regierten zuletzt gemeinsam von 1995 bis 1997. Die bisherige Regierungspartei Fianna Fail, die die irische Politik seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beherrschte, kam nur noch auf 20 Sitze. Es ist ihr historisch schlechtestes Ergebnis.

Nach der Wahl wurde Kenny vor dem Parlament von Hunderten Anhängern aus seinem Wahlkreis County Mayo im Westen Irlands mit Applaus empfangen. Der ehemalige Lehrer vertritt seinen Bezirk seit 1975 und ist damit der dienstälteste Abgeordnete Irlands.

dapd/pbe

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