Zum Hauptinhalt springen

Kerry und Lawrow wollen Entspannung in Ukraine-Krise

In Rom trafen sich die Aussenminister der USA und von Russland. John Kerry und Sergei Lawrow diskutierten drei Stunden die aktuellen Weltkrisen.

Diskutieren die Krisen in der Ukraine, in Syrien und im Nahen Osten: John Kerry und Sergei Lawrow. (14. Dezember 2014)
Diskutieren die Krisen in der Ukraine, in Syrien und im Nahen Osten: John Kerry und Sergei Lawrow. (14. Dezember 2014)
Keystone

Kurz nach der Verabschiedung eines US-Gesetzes zu Waffenlieferungen an die Ukraine hat sich US-Aussenminister John Kerry mit seinem russischen Kollegen Sergei Lawrow getroffen. Bei dem dreistündigen Gespräch am Sonntagabend in Rom ging es nach Angaben eines Vertreters des US-Aussenministeriums um die Ukraine-Krise, aber auch um die Konflikte in Syrien und im Nahen Osten.

Kerry und Lawrow seien sich einig gewesen, weiterhin eng in der Frage des Nahost-Konflikts zusammenzuarbeiten, hiess es. Sie hätten «die Notwendigkeit betont, dass alle Seiten Massnahmen zur Reduzierung der Spannungen treffen» sollten.

Kerry verlangt Umsetzung des Minsker Abkommens

Bezüglich der Ukraine habe Kerry auf die «vollständige Umsetzung» des Minsker Abkommens gedrungen sowie auf eine «Deeskalation vor Ort», sagte der Vertreter des Aussenministeriums.

Am 5. September war in der weissrussischen Hauptstadt Minsk unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eine Waffenruhe sowie der Rückzug schwerer Waffen vereinbart worden. Die Feuerpause wurde jedoch fast täglich gebrochen.

Auch seit der beiderseitigen Bekräftigung der Waffenruhe am 9. Dezember gab es wieder Gewalt in den ostukrainischen Separatistengebieten. Am Sonntag sprach die Regierung in Kiew von 14 Rebellenangriffen binnen 24 Stunden.

Unmut über US-Kongress

In Russland sorgte zuletzt ein am Donnerstag im US-Kongress verabschiedetes Gesetz für Ärger. Dieses macht den Weg für die Lieferung sogenannter tödlicher Militärausrüstung an die Ukraine frei. Ausserdem wird US-Präsident Barack Obama darin aufgefordert, schärfere Sanktionen unter anderem gegen den russischen Rüstungssektor zu verhängen.

Abgeordnete des ukrainischen Parlaments bezeichneten das Gesetz als «historische Entscheidung». Russland warnte die USA vor Konsequenzen. Die Entscheidung über Waffenlieferungen liegt letztendlich bei Obama, der bislang lediglich die Lieferung nicht-tödlicher Militärhilfe genehmigt hatte.

SDA/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch