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Kiews Interesse am Krieg

Die Ukraine blockiert den Zugang Russlands zum abtrünnigen moldauischen Gebiet Transnistrien und riskiert damit die Eröffnung einer neuen Front.

Ein Mann überquert mit einem Velo den Grenzübergang von Transnistrien nach Moldau. Foto: Carsten Koall (Getty Images)
Ein Mann überquert mit einem Velo den Grenzübergang von Transnistrien nach Moldau. Foto: Carsten Koall (Getty Images)

Im kleinen Transnistrien geht die Angst um. Von Provokation ist die Rede, von Blockade, von einer Kriegserklärung gar. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat diese Woche ein Militärabkommen mit Russland gekündigt, das es dem Kreml bisher erlaubt hat, Soldaten und militärisches Gerät über ukrainisches Territorium in das von Moldau abtrünnige Transnistrien zu verlegen. Moskau hat in dem seit 23 Jahren faktisch unabhängigen Gebiet rund 1300 Soldaten stationiert, Friedenstruppen, wie es sie nennt, die dem kurzen, aber blutigen Krieg nach dem Untergang der Sowjetunion ein Ende setzten. Seither schützen die russischen Soldaten die separatistische Führung des Gebietes, das auf dem Landweg nur über Moldau oder über die Ukraine erreichbar ist.

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