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Kölner Skandalnacht: 42 Seiten Horror

Körperverletzung, grobe sexuelle Belästigung und Raub. Der Polizeibericht zu den Vorkommnissen in Köln hat es in sich. Lesen Sie ihn hier im Wortlaut.

Nach der Skandalnacht von Köln kam es vor dem Dom zu einer Demonstration gegen Sexismus und Gewalt.
Nach der Skandalnacht von Köln kam es vor dem Dom zu einer Demonstration gegen Sexismus und Gewalt.
Keystone

Wegen der sexuellen Übergriffe sind mittlerweile mehr als 500 Anzeigen eingegangen. Wie viele Verurteilungen es geben werde, sei jedoch ungewiss, sagte Ralf Jäger, Innenminister des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen: «Hier falsche Hoffnungen zu wecken, wäre unredlich gerade gegenüber den Frauen, die Opfer dieser entfesselten Männerbanden wurden.»

Einen Einblick, wie die Ermittlungen vorangehen, liefert der deutsche Journalist Florian Pfitzner auf Twitter – dort veröffentlichte er zwei Auszüge aus dem Polizeibericht. Das Protokoll zeigt: Mehrheitlich waren die geschädigten Personen weiblich, alle wurden sexuell belästigt, teils sogar schwer. Die männlichen Opfer wurden entweder bedrängt oder gar tätlich angegriffen.

Im detaillierten Bericht des Polizeipräsidiums Köln nahm die Polizei auch Stellung zu den Vorwürfen, dass die Einsatzkräfte sichtlich überfordert waren: «Dieser Eindruck kann nicht bestätigt werden. Alle Polizeikräfte waren hochengagiert bemüht, die Lage zu bereinigen und Schaden abzuwenden.» Ausserdem standen gemäss dem Bericht 140 Beamten im Einsatz. «Mit dem Auftreten einzelner Tatverdächtiger in der Silvesternacht konnte konkret nicht gerechnet werden. Erst recht gab es keinerlei Hinweise auf die hohe Anzahl von Gefährdeten», heisst es weiter.

Brisant: Zudem wird erwähnt, dass «seit 2011 Täter aus nordafrikanischen Staaten einen erheblichen Anteil im Deliktsfeld Taschendiebstahl in Köln stellen». In den 123 geklärten Vorgängen seit 2014 wurden 210 Tatverdächtige erfasst, davon sind 156 aus Algerien, Marokko oder Syrien – danach folgen deutsche Staatsangehörige, mit acht Verdächtigen.

Hingegen neu seien Sexualdelikte: «Das Phänomen der massenhaften sexualisierten Gewaltstraftaten in Verbindung mit Eigentums- und Raubdelikten wie in der Silvesternacht wurde in Köln erstmalig festgestellt.»

19 Verdächtigte wurden in Bezug auf die Ereignisse an Neujahr vernommen. Bei zehn davon wurden keine polizeilichen Erkenntnisse festgestellt.

«Das haben meine Freundinnen alle schon erlebt»: Sexuelle Übergriffe sind für einige junge Zürcher Frauen nichts Unbekanntes, wie eine Umfrage von Redaktion Tamedia zeigt (Video: Lea Blum).

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