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Kompromiss im Machtkampf bei der UMP

Die drohende Spaltung der französischen Oppositionspartei UMP scheint abgewendet. Die Konkurrenten um die Nachfolge von Nicolas Sarkozy haben sich offenbar auf einen Kompromiss geeinigt.

Erbitterter Streit: Jean-François Copé und François Fillon.
Erbitterter Streit: Jean-François Copé und François Fillon.
AFP

Jean-François Copé, der nach einer von Manipulationsvorwürfen überschatteten Urabstimmung zum Chef der UMP gekürt worden war, akzeptiert nach Angaben vom Sonntag bereits für kommenden September eine neue Vorsitzendenwahl.

Im Gegenzug will sein Rivale François Fillon die Gründung der eigenen Fraktion in der Nationalversammlung rückgängig machen. Mit diesem Schritt hatte der frühere Premierminister Druck auf Copés Lager ausgeübt.

Wochenlange Schlagzeilen

«Das ist ein grosser Sieg für die UMP-Mitglieder», kommentierte Fillon am Abend. Einzelheiten wie der Zeitplan oder die Wahlmethode seien aber noch zu klären. Er werde seine Fraktion erst auflösen, wenn die Delegiertenkonferenz der Einigung zugestimmt habe, teilte der 58-Jährige mit.

Der Streit um den Vorsitz der grössten französischen Oppositionspartei UMP sorgt in Frankreich seit Wochen für Schlagzeilen. Nach der Urabstimmung Mitte November wurde Copé von parteiinternen Gremien zum Sieger erklärt. Fillon weigert sich allerdings, das äusserst knappe Ergebnis zu akzeptieren, und wirft den von Copé-Anhängern dominierten Parteiinstanzen Wahlmanipulationen vor. Er hatte ursprünglich Neuwahlen bereits im März gefordert. Copé wollte bis mindestens Frühjahr 2014 im Amt bleiben.

SDA/kle

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