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Kosovo bald frei von internationaler Überwachung

Der Kosovokrieg von 1999 prägte die jüngere europäische Geschichte. Nun soll der Kosovo seine «volle Souveränität» erhalten. Der Status des jungen Staates bleibt aber umstritten.

Wird in die Verantwortung genommen: Der Premierminister des Kosovo, Hashim Thaci in Wien. (2. Juli 2012)
Wird in die Verantwortung genommen: Der Premierminister des Kosovo, Hashim Thaci in Wien. (2. Juli 2012)
Keystone

Der Kosovo erlangt im September seine «volle Souveränität». Das entschied der internationale Lenkungsrat, wie der österreichische Aussenminister Michael Spindelegger heute in Wien mitteilte.

Demnach beschloss das Gremium, zu dem unter anderem mehrere EU-Staaten und die USA gehören, mit sofortiger Wirkung das Ende der internationalen Überwachung der früheren serbischen Provinz.

Serbische Provinz oder eigener Staat?

Zu dem Lenkungsrat gehören 25 Staaten, die die Unabhängigkeit des Kosovo besonders unterstützen. Das Konzept der «überwachten Unabhängigkeit» stammt von dem früheren Kosovo-Vermittler Martti Ahtisaari.

Der Kosovo hatte am 17. Februar 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Belgrad hat diese nicht anerkannt und betrachtet den Kosovo weiter als serbische Provinz. Zuletzt war die Lage in der vorwiegend von Serben bewohnten Grenzregion stark gespannt.

AFP/ses

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