New York

Kosovo und Serbien streiten sich im Sicherheitsrat

Der Aufbau einer Armee in Kosovo: Während es für den einen ein natürlicher Schritt ist, hat der andere grosse Angst. Dies machten beide Staaten nochmals deutlich.

Kosovo und Serbien sind unterschiedlicher Meinung bezüglich einer Armee in Kosovo: Hashim Thaci (unten links am Tisch) sass Aleksandar Vuci im UNO-Sicherheitsrat in New York gegenüber. (17. Dezember 2018)

Kosovo und Serbien sind unterschiedlicher Meinung bezüglich einer Armee in Kosovo: Hashim Thaci (unten links am Tisch) sass Aleksandar Vuci im UNO-Sicherheitsrat in New York gegenüber. (17. Dezember 2018) Bild: Manuel Elias/United Nations/AFP

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Nach dem Beschluss zum Aufbau einer Armee in Kosovo ist dessen Präsident mit dem Präsidenten von Serbien aneinandergeraten. In einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrats am Montag verteidigte Präsident Hashim Thaci den Parlamentsbeschluss als «nicht aussergewöhnlich» und als «natürlichen Schritt».

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic verwarf dagegen das «sogenannte souveräne Recht» von Kosovo auf eine reguläre Armee. Der Sicherheitsrat müsse das Land bremsen und zähmen.

Vucic sei «sehr beunruhigt»

Die Neuausrichtung der bisherigen Katastrophenschutz-Einheit von Kosovo hatte Serbien empört und bei westlichen Partnern des kleinen Balkanlandes Bedenken hervorgerufen. Kosovo, in grosser Mehrheit von Albanern bewohnt, hatte früher zu Serbien gehört. Vor zehn Jahren hatte die Provinz sich für unabhängig erklärt.

Serbien hat die Abspaltung seiner ehemaligen Provinz nie anerkannt. Derzeit leben noch etwas mehr als 100'000 Serben in Kosovo.

«Wenn Kosovo einen Fehler gemacht hat, dann nur, dass wir fünf Jahre zur Schaffung einer Armee gewartet haben», sagte Thaci. Die Armee würde mit «Soldaten des Friedens» zur Stabilität in der Region beitragen. Vucic sagte dagegen, er sei «sehr beunruhigt, sehr besorgt und sogar etwas verängstigt» über die Auswirkungen einer kosovarischen Armee in der Region. (roy/SDA)

Erstellt: 18.12.2018, 04:54 Uhr

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