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Krawalle in Flüchtlingslager auf Lesbos

Bei Ausschreitungen zwischen Flüchtlingen und Polizisten im Aufnahmelager Moria wurden mindestens zehn Menschen verletzt.

Während des Besuchs des griechischen Migrationsministers kam es zum Aufstand: Protestierende Flüchtlinge neben brennenden Mülleimern im Lager von Moria. (26. April 2016)
Während des Besuchs des griechischen Migrationsministers kam es zum Aufstand: Protestierende Flüchtlinge neben brennenden Mülleimern im Lager von Moria. (26. April 2016)
Petros Tsakmakis, Keystone
Ein Mann hält ein Kind – im Hintergrund andere Flüchtlinge des Aufnahmelagers Moria neben brennenden Mülleimern.
Ein Mann hält ein Kind – im Hintergrund andere Flüchtlinge des Aufnahmelagers Moria neben brennenden Mülleimern.
Petros Tsakmakis, Keystone
Von Lesbos nahm der Papst zwölf Flüchtlinge mit nach Italien: Franziskus bei seinem Besuch im Flüchtlingslager Moria vor 10 Tagen. (16. April 2016)
Von Lesbos nahm der Papst zwölf Flüchtlinge mit nach Italien: Franziskus bei seinem Besuch im Flüchtlingslager Moria vor 10 Tagen. (16. April 2016)
Andrea Bonetti, Keystone
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Auf der griechischen Insel Lesbos protestierten Flüchtlinge mehrere Stunden lang gegen eine mögliche Ausweisung in die Türkei sowie gegen die schlechten Lebensbedingungen. Mindestens zehn Menschen seien dabei leicht verletzt worden, berichtete das Staatsradio. Demnach konnten die Sicherheitskräfte erst am frühen Morgen wieder die Ordnung in dem Aufnahme- und Abschiebelager herstellen. Die Stimmung sei explosiv, berichteten Reporter vor Ort.

Die Protestierenden bewarfen unter anderem den griechischen Migrationsminister Ioannis Mouzalas mit Wasserflaschen und anderen Gegenständen. Einige zündeten zudem Mülleimer an. Als einige Menschen versuchten auszubrechen und Steine warfen, setzten Sicherheitskräfte Tränengas ein.

Griechenland hatte am Mittwoch insgesamt 49 illegal eingereiste Flüchtlinge in die Türkei abgeschoben. Grundlage dafür ist der EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei. Dieser sieht vor, dass alle ab dem 20. März illegal eingereisten Flüchtlinge und Migranten von Griechenland in die Türkei zurückgeschickt werden.

SDA/sep

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