Zum Hauptinhalt springen

Limousinen machen Minister

Die deutsche Politik macht mit unschönen Dienstwagengeschichten von sich reden. Der jüngste Fall betrifft die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan.

Wieder stolpert ein Regierungsmitglied über die Liebe zum Automobil: Aygül Özkan, Sozialministerin in Niedersachsen.
Wieder stolpert ein Regierungsmitglied über die Liebe zum Automobil: Aygül Özkan, Sozialministerin in Niedersachsen.
Reuters

Aygül Özkan galt ein bisschen als eine Sensation. Die 39-jährige Hamburgerin ist die erste deutsche Ministerin mit türkischen Wurzeln – sie verantwortet in Niedersachsen das Sozialressort.

Doch jetzt das: Statt mit Erfolgen im Kampf für Benachteiligte und Migranten macht die CDU-Politikerin mit einer unschönen Dienstwagengeschichte von sich reden. Özkan liess sich, so wird kolportiert, regelmässig zwischen Hannover (Amtssitz) und Hamburg (Privatwohnung) hin- und herchauffieren. Distanz: rund 150 Kilometer. Bei Fahrer Lutz H., seit Jahren im Sozialministerium tätig, sammelten sich Überstunden an. Als er beim Personalrat leise protestierte, interpretierte die Ministerin dies als Vertrauensbruch – und feuerte den Mann. Lutz H. muss jetzt im Chauffeuren-Pool der Landesregierung Dienst schieben.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.