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London-Attentäter hatte «Interesse am Jihad»

Der IS hat die Attacke in London für sich reklamiert. Doch erste Ermittlungsergebnisse erzählen eine andere Geschichte.

Starb an ihren Verletzungen im Spital: Die 31-jährige Andreea Cristea zusammen mit ihrem Freund Andrei Burnaz.
Starb an ihren Verletzungen im Spital: Die 31-jährige Andreea Cristea zusammen mit ihrem Freund Andrei Burnaz.
Keystone
Der Attentäter soll Terroristen kopiert haben: Vor dem Westminster in London werden Blumen hingelegt und der Opfer gedacht. (27. März 2017)
Der Attentäter soll Terroristen kopiert haben: Vor dem Westminster in London werden Blumen hingelegt und der Opfer gedacht. (27. März 2017)
Matt Dunham, Keystone
Abgeordnete im House of Commons, dem britischen Parlament.
Abgeordnete im House of Commons, dem britischen Parlament.
PA/AP, Keystone
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Die Londoner Polizei sieht keinen Beweis für eine Verbindung des Attentäters von vergangener Woche mit Jihadistengruppen. Es sei kein Nachweis für eine Verbindung zum Islamischen Staat (IS) oder zu al-Qaida gefunden worden, erklärte Scotland Yard am Montag.

Es gebe auch keinen Beleg dafür, dass sich der mutmassliche Islamist Khalid Masood im Gefängnis radikalisiert habe. Masood habe aber eindeutig ein «Interesse am Jihad» gehabt, hiess es weiter.

Masood hatte am Mittwoch auf der Westminster-Brücke in London mit seinem Auto Fussgänger angefahren und dabei eine 43-jährige Britin und einen 54-jährigen US-Touristen getötet. Anschliessend erstach er einen 48-jährigen Polizisten vor dem Parlament, bevor er selbst von der Polizei erschossen wurde. Ein bei dem Anschlag schwer verletzter 75-Jähriger starb am Donnerstag im Krankenhaus.

Erster IS-Anschlag in Grossbritannien

Der so genannte Islamische Staat (IS) hatte den Anschlag, bei dem auch mehr als 50 Menschen verletzt wurden, für sich beansprucht. Die sunnitischen Fanatiker hatten Masood als einen ihrer ««Soldaten» bezeichnet. Es war der erste Anschlag in Grossbritannien, den der IS für sich in Anspruch nahm.

Unterdessen verurteilte die Mutter des Attentäters den Anschlag mit deutlichen Worten. «Seit ich erfahren habe, dass mein Sohn dafür verantwortlich war, habe ich viele Tränen für die Menschen vergossen, die in diesen entsetzlichen Vorfall verwickelt wurden», teilte sie heute mit.

Sie sei zutiefst schockiert, traurig und wie betäubt, hiess es weiter von der Mutter von Khalid Masood. «Ich möchte absolut deutlich machen, damit es keine Zweifel geben kann, dass ich weder seine Tat billige, noch den Glauben unterstütze, der ihn dazu gebracht hat, diese Gräueltat zu begehen.»

dapd/sep

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