Erdogan kondoliert Londonern und warnt Europäer

Erdogan, Trump, Merkel und May: Regierungschefs diverser Staaten äusserten sich zu den Attacken in London.

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Königin Elisabeth II: Die Queen hat den Opfern des Terroranschlags ihr Mitgefühl ausgesprochen. «Meine Gedanken, Gebete und mein tiefstes Mitgefühl sind bei all denen, die von der gestrigen furchtbaren Gewalt betroffen sind», erklärte die 90-jährige Monarchin in einer am Donnerstag vom britischen Königshaus verbreiteten Mitteilung. «Ich weiss, ich spreche im Namen aller, wenn ich meinen tiefen Dank und meine Bewunderung für die Mitglieder der Polizei ausdrücke und für all diejenigen, die so selbstlos daran arbeiten, andere zu schützen», hiess es weiter.

Wladimir Putin: Der Präsident Russlands hat den Terrorangriff von London verurteilt. Putin erklärte in einem heute veröffentlichten Schreiben an die britische Premierministerin Theresa May, dass alle Staaten der Welt im Kampf gegen den Terrorismus an einem Strang ziehen müssten. «Die Kräfte des Terrors agieren in zunehmend heimtückischer und zynischer Art und Weise.»

Recep Tayyip Erdogan: Der türkische Staatschef bekundete den Briten zunächst sein Beileid. Anschliessend warnte er aber auch, dass die Sicherheit der Europäer in Gefahr bleiben würde, wenn sie sich weiter – wie er sagte – so arrogant verhalten würden. Er äusserte sich im Zusammenhang zu den Spannungen mit den Niederlanden und Deutschland über die Wahlkampfauftritte türkischer Politiker.

Donald Trump: hat auf Twitter kondoliert. Er schreibt, Premierministerin Theresa May sei stark und mache das sehr gut.

Zuvor hatte der US-Präsident nach der mutmasslichen Terrorattacke in London mit Premierministerin Theresa May telefoniert und ihr volle Unterstützung zugesagt. Wie der Sprecher des Weissen Hauses, Sean Spicer, weiter sagte, lässt sich Trump über die Ereignisse und Ermittlungen auf dem Laufenden halten.

Rex Tillerson: Davor hatte auch der US-Aussenminister im Namen der USA kondoliert. Die USA verurteilten diese «schrecklichen Gewaltakte, und ob sie von gestörten Einzelpersonen oder von Terroristen ausgeführt wurden, für die Opfer macht das keinen Unterschied». In New York City wurden der Polizei zufolge die Sicherheitsvorkehrungen bei mit Grossbritannien verbundenen Einrichtungen verstärkt.

Theresa May: Die britische Premierministerin hat den Doppelanschlag beim Parlament in London als «krank und verkommen» verurteilt. Die Menschen in Grossbritannien würden Terror niemals nachgeben, das Leben werde wie gewohnt weitergehen, sagte May bei einer Ansprache Abend in London. «Morgen früh wird das Parlament zusammentreten wie immer», sagte die Premierministerin.

Bürgermeister von London: Sadiq Khan hat sich nach den Terrorattacken in der britischen Hauptstadt mit einer trotzigen Botschaft an die Öffentlichkeit gewandt. «Londoner werden sich niemals von Terror einschüchtern lassen», sagte der Bürgermeister von London. Gleichzeitig sprach er den Betroffenen sein Mitgefühl aus. «Meine Gedanken gelten denen, die geliebte Menschen verloren haben und allen Betroffenen», liess Khan wissen.

Angela Merkel: Die deutsche Kanzlerin hat bestürzt auf die mutmasslichen Terroranschläge von London reagiert und den Briten Solidarität im Anti-Terror-Kampf zugesagt. «Auch wenn der Hintergrund dieser Taten noch präzise aufzuklären ist, bekräftige ich für Deutschland und seine Bürger: Im Kampf gegen jede Form von Terrorismus stehen wir fest und entschlossen an der Seite Grossbritanniens», erklärte Merkel in Berlin.

Sie habe mit Bestürzung von den Angriffen auf Polizisten und Passanten im britischen Parlament und in dessen Nähe erfahren, schrieb Merkel in der Erklärung. «Ich denke in diesen Stunden in Anteilnahme und Solidarität an unsere britischen Freunde und an alle Menschen in London.»

Doris Leuthard: Auch Bundespräsidentin Doris Leuthard verurteilte den Anschlag, wie das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation auf Twitter mitteilte.

François Hollande: Auch hat Frankreich den Briten und Premierministerin Theresa May Solidarität und Unterstützung zugesagt. «Der Terrorismus betrifft uns alle(...)», sagte Staatspräsident François Hollande. «Man sieht, dass man sich auf europäischer Ebene organisieren muss, und sogar darüber hinaus», fügte er hinzu.

Hollande wies darauf hin, dass Frankreich unter Terrorattacken gelitten habe. Bei der beispiellosen Terrorserie im Land sind seit gut zwei Jahren über 230 Menschen getötet worden. Hollande sprach am Rande eines Besuchs ausserhalb von Paris. Er sagte, zu Verletzten lägen ihm keine genauen Informationen vor. Nach Angaben des Pariser Aussenministeriums waren drei französische Schüler in London verletzt worden.

Justin Trudeau: Der Premierminister Kanadas schrieb auf Twitter: «Unsere Gedanken sind bei den Opfern der heutigen Attacke in London und ihren Familien. Kanadier bleiben eng mit den Bürgern des Vereinigten Königreichs verbunden.»

EU-Chefs: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratschef Donald Tusk haben sich entsetzt über die Terrorangriffe in London gezeigt. «Wir sind bei den Opfern der #LondonAttacks. Ich bin heute sehr emotional. Habe nicht genügend Worte um zu beschreiben, wie ich mich fühle», zitierte die Kommission Juncker beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Tusk schrieb: «Meine Gedanken sind bei den Opfern des Westminster-Angriffs.» Europa stehe im Kampf gegen den Terror entschieden an der Seite Grossbritanniens und sei bereit zu helfen.

(nxp/sda)

Erstellt: 23.03.2017, 12:46 Uhr

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